Ein Fall grausamer Gewalt gegen Tiere sorgt in Wismar für Entsetzen. In der Nacht zum 20. Januar haben bislang unbekannte Täter zwei Zwergkaninchen aus einem gesicherten Stall auf einem Privatgrundstück nahe der Wallgärten entwendet und massiv misshandelt. Die leblosen Tiere wurden später im Bereich der Wallgärten sowie in der Nähe des Zeughauses entdeckt. Der Vorfall hat in der Nachbarschaft und in den sozialen Netzwerken tiefe Bestürzung ausgelöst.
Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
Die Polizei spricht von einem besonders schweren Fall der Tierquälerei und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Kriminaldauerdienst sicherte am Tatort Spuren, doch bislang fehlt jede heiße Spur zu den Tätern. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter sich gewaltsam Zugang zum Grundstück verschafften und die Tiere gezielt aus dem Stall rissen.
Polizei sucht dringend Zeugen
Um den Fall aufzuklären, bittet das Polizeihauptrevier Wismar um Hinweise aus der Bevölkerung. Wichtig sind Beobachtungen aus der Nacht des 20. Januar – insbesondere Personen, die im Bereich Wallgärten oder Zeughaus mit Taschen oder größeren Behältnissen unterwegs waren. Auch Hinweise auf Personen, die sich auffällig für Kleintierställe in der Umgebung interessiert haben, könnten entscheidend sein.
Sorge unter Tierhaltern wächst
Der Fall hat eine Welle der Solidarität mit der Besitzerin ausgelöst, gleichzeitig aber auch die Angst vieler Kleintierhalter verstärkt. Fachleute raten dazu, Außenställe zusätzlich zu sichern und bei ungewöhnlichen Geräuschen sofort die Polizei zu informieren. Die Hoffnung ist groß, dass durch Hinweise aus der Bevölkerung weitere Taten verhindert und die Täter schnell gefasst werden.