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Schon 69 Unfälle mit Reh, Schwein, Dachs: Vorsicht angemahnt

Nach vielen Wildunfällen zu Jahresbeginn hat die Polizei mehr Vorsicht bei Kraftfahrern in Westmecklenburg angemahnt. 2022 gab es im Landkreis Ludwigslust-Parchim bereits 69 Unfälle mit Rehen, Wildschweinen, Dachsen, Greifvögel und anderen Tieren, wie Polizeisprecher Klaus Wiechmann am Mittwoch erklärte. Speziell in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung sollten Fahrer die Gefahr möglichst ernster als bisher nehmen.

Bisher gab es keine verletzten Menschen, aber der Gesamtschaden dürfte bei mehreren zehntausend Euro liegen, sagte Wiechmann. Schwerpunkte seien die Regionen Sternberg, Plau, Lübz, Hagenow, Ludwigslust und Boizenburg. Am ersten Arbeitstag 2022, dem 3. Januar, habe es mit 14 Wildunfällen eine besondere Häufung gegeben. Den höchsten Schaden mit etwa 10.000 Euro erlitt ein Autofahrer am vergangenen Sonntag, als ein Wildschwein auf der B 103 nahe Plau die Straße überquerte und mit dem Wagen zusammenstieß. Zahlreiche Rehe, Wildschweine und auch ein Dachs verendeten nach Kollisionen.

Auf der Autobahn 24 bei Neustadt-Glewe und bei Parchim stießen Autos mit Greifvögeln zusammen. In der wildreichen Region ereignen sich im Jahr im Schnitt etwa 3000 Wildunfälle, meist mit Rehen, einige auch mit Wölfen. Dabei entstehen mehrere hunderttausend Euro an Schäden. Die Tiere wechseln zwischen dem seenreichen Mecklenburg und der weitläufigen Prignitz ihre Reviere.

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