Am bundesweiten Tag der Städtebauförderung erhält Wismar ein weiteres wichtiges Stück seiner Sport- und Veranstaltungslandschaft zurück. Die sanierte Stadthalle an der Bürgermeister‑Haupt‑Straße wird am Samstag offiziell wiedereröffnet.
Ab 14.30 Uhr können Besucherinnen und Besucher an öffentlichen Führungen teilnehmen und ein abwechslungsreiches Sportprogramm erleben, das von Show‑Kämpfen der PSV‑Boxer über Turn- und Akrobatikdarbietungen der TSG bis hin zu einem Handball‑Warm‑Up reicht.
Umfangreiche Sanierung mit großer Bedeutung für die Stadt
Die Halle war seit 2019 außer Betrieb und wurde in den vergangenen Jahren grundlegend modernisiert. Derzeit laufen die letzten Arbeiten, bevor sie wieder vollständig für den Schul- und Vereinssport sowie für vielfältige Veranstaltungsformate genutzt werden kann. Mit der Wiedereröffnung erhält die Hansestadt Wismar eine Sport- und Veranstaltungsfläche zurück, die auch überregional eine wichtige Rolle spielt.
Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 17,11 Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt durch Bundesmittel aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, durch eine Sonderbedarfszuweisung des Landes Mecklenburg‑Vorpommern sowie durch eine Infrastrukturpauschale des Landes.
Kunstwerk „Ballwechsel“ in der neuen Dreifeldhalle am Friedenshof
Neben der Stadthalle öffnet am Tag der Städtebauförderung auch die neue Dreifeldhalle am Friedenshof I ihre Türen. Dort wird um 12.30 Uhr das Kunstwerk „Ballwechsel“ der Künstlerin Anne Hille aus Starkow eingeweiht. Bürgermeister Thomas Beyer spricht ein Grußwort, bevor die Installation offiziell vorgestellt wird.
Die Besucherinnen und Besucher können zudem eine Ausstellung der Entwürfe sehen, die im Rahmen des Kunst‑am‑Bau‑Wettbewerbs eingereicht wurden. Aus dieser finalen Runde ging „Ballwechsel“ als Siegerentwurf hervor.
Einblicke in Bau, Kunst und Nutzung der Dreifeldhalle
Nach der Einweihung finden ab 13.30 Uhr öffentliche Führungen durch die moderne Sporthalle statt. Ab 14 Uhr folgt ein kleines Handball‑Programm. Wer die Eröffnung verpasst hat, erhält an diesem Tag die Gelegenheit, sich umfassend über den Neubau, die Kunstinstallation und die zukünftige Nutzung zu informieren.
Das Kunstwerk selbst wurde im Dezember 2025 installiert und befindet sich an der Rückwand der Tribüne, die mit Akustikplatten versehen ist. Rund 87 Quadratmeter standen für die Gestaltung zur Verfügung. Für die Realisierung des Kunstwerks standen 31.500 Euro bereit, finanziert aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen.
Wettbewerb in zwei Phasen
Der Kunst‑am‑Bau‑Wettbewerb wurde als nichtoffenes, anonymes Verfahren mit vorgeschaltetem Ideenwettbewerb organisiert. Künstlerinnen und Künstler konnten sich bewerben, um einen Entwurf für den Neubau der Dreifeldhalle zu entwickeln. In der zweiten Sitzung des Auswahlgremiums am 26. Mai 2025 wurde der Siegerentwurf bestimmt. Die Wahl fiel auf Anne Hille, die anschließend eingeladen wurde, ihr Konzept im Neubau umzusetzen.