Donnerstag, 21.Oktober 2021

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Stallpflicht für Geflügel-Betriebe im Landkreis Rostock

Der Landkreis Rostock ist bislang am stärksten von der Vogelgrippe betroffen. Mehr als 70 000 Enten, Gänse und vor allem Legehennen wurden oder werden noch getötet.

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in zwei Legehennen-Unternehmen bei Gnoien hat der Landkreis Rostock eine Stallpflicht für die Tiere in allen geflügelhaltenden Betrieben angeordnet. Darüber hinaus wurden Gebiete festgelegt, in denen auch private Halter ihr Hausgeflügel einsperren müssen, wie ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag mitteilte. Das betrifft vor allem Orte in einem Streifen entlang der Ostseeküste und die Umgebung größerer Seen und Flüsse.

Der Landkreis entspreche damit der Forderung nach einer risikobezogenen Stallpflicht, sagte der Sprecher. Zudem habe der Landkreis eine Karte erstellt, die auf der Internetseite des Kreises abrufbar ist. Dort sind alle Gebiete mit Stallpflicht sowie die Sperrgebiete und Beobachtungsgebiete nach den Geflügelpest-Ausbrüchen bei Neubukow und Gnoien sichtbar.

Wenn kleine Halter in anderen Regionen des Landkreises Rostock ihre Tiere nicht von Wildvögeln fernhalten können, müssen sie ihr Geflügel ebenfalls in einen Stall oder eine Voliere sperren. Das kann etwa Gänse und Enten betreffen, die freien Zugang zu einem Gewässer haben, an das auch Wildvögel gelangen. Zudem sollten Halter ihre Tiere in den Ställen füttern, um keine Wildvögel anzulocken. Von der Anordnung betroffen sind Hühner, Puten, Perlhühner, Rebhühner, Fasanen, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse.

Der Rostocker Sprecher sagte, der Landkreis hoffe auf eine landesweit einheitliche Regelung zur Stallpflicht. Sperrbezirke oder Beobachtungsgebiete seien oftmals kreisübergreifend, da wären gleiche Regelungen sinnvoll. Auch eine landesweite Kartenübersicht wäre wünschenswert. Am Freitag will Agrarminister Till Backhaus (SPD) in einer Telefon-Konferenz über das weitere Vorgehen gegen die Geflügelpest beraten.

In Eschenhörn bei Gnoien hat nach Angaben des Landkreises das Töten von 67 000 Bio-Legehennen in zwei benachbarten Unternehmen begonnen. Die Aktion soll am Freitag beendet sein. In mehreren Ställen war der Vogelgrippe-Erreger festgestellt worden. Das Beobachtungsgebiet umfasst auch Teile der Kreise Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte.

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