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Starttermin weiter unklar: Union drängt Ampel beim 49-Euro-Ticket

Das 49-Euro-Ticket soll die Bürger finanziell entlasten. Allerdings verschiebt sich der Starttermin immer weiter nach hinten. Während die Union von der Ampel mehr Klarheit einfordert, bringt der Fahrgastverband Pro Bahn bereits den 1. April ins Spiel.

In der anhaltenden Diskussion um das 49-Euro-Ticket fordert die Union zügig Klarheit von Bund und Ländern über den Starttermin und die weitere Finanzierung. Fraktionsvize Ulrich Lange sagte der “Rheinischen Post”: “Ich hoffe sehr, dass die Sonderverkehrsministerkonferenz am 29. November und die Sitzungen der entsprechenden Arbeitsgruppen zu konstruktiven Lösungen beitragen.”

Derzeit bestehe eine Diskrepanz “zwischen Wunschtraum und Wirklichkeit”, ergänzte der CSU-Politiker. Einerseits wünsche sich das FDP-geführte Bundesverkehrsministerium eine Einführung des 49-Euro-Tickets zum 1. Januar 2023, “andererseits nennt sogar die zuständige FDP-Ministerin aus Sachsen-Anhalt den 1. März 2023 als frühestes Einstiegsdatum”, führte Lange aus. Auch wolle die Ampel-Regierung möglichst wenig finanzielle Mittel zum 49-Euro-Ticket beisteuern, aber allen sei klar, “dass das 49-Euro-Ticket wie derzeit diskutiert unterfinanziert ist”, betonte der Verkehrsexperte gegenüber der Zeitung. “Wir brauchen endlich Klarheit statt Unzuverlässigkeit der Ampel-Regierung.”

Der Fahrgastverband Pro Bahn rechnet erst im April nächsten Jahres mit der Einführung des 49-Euro-Tickets in Deutschland. Der Ehrenvorsitzende des Verbandes, Karl-Peter Naumann, sagte der Zeitung, viele Fragen rund um das Deutschlandticket seien ungeklärt. “Es muss mehr Geld zugeschossen werden. Das ist völlig klar”, so Naumann. “Einen Start zum 1. April halte ich daher für sicherer. Der 1. März ist eher unwahrscheinlich.”

Naumann ergänzte, trotz der Forderungen von Verkehrsverbünden und Kommunen nach weiteren finanziellen Zusagen werde das Ticket nicht scheitern. “Man wird es auf Krampf machen”, zitierte ihn die “Rheinische Post”. Die Einführung dürfe aber nicht dazu führen, “dass anderswo Verkehre abbestellt werden. Sonst wird es sehr schnell einen Proteststurm der Betroffenen geben”, warnte Naumann. Geklärt werden müssten auch künftige Preiserhöhungen. “Von 49 Euro kann man auch mal auf 59 Euro gehen”, so Naumann weiter.

Die Verkehrsminister der Länder kommen in der nächsten Woche zu einer Sondersitzung zusammen, bei der es dem Vernehmen nach auch um die Umsetzung des 49-Euro-Tickets gehen soll. Daran teilnehmen wird laut dem Bericht auch der liberale Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Bund und Länder hatten eine “schnellstmögliche” Einführung vereinbart, zuletzt war seitens der Verkehrsverbände der 1. März als denkbar genannt worden.

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