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Timmy kämpft sich voran: Wal dreht in Richtung offenes Meer

Der Montagmorgen entwickelt sich zu einem der bewegendsten Tage seit Beginn der Rettungsbemühungen um Buckelwal „Timmy“. Seit kurz nach sieben Uhr zeigt der seit mehr als 20 Tagen festliegende Wal erstmals wieder deutliche Aktivität – und sorgt damit für ein Wechselbad der Gefühle bei Einsatzkräften und Beobachtern.

Boote begleiten den Wal – ein ständiges Hin und Her

Bereits gegen 7.59 Uhr wurde Timmy eng von Einsatzbooten begleitet, die ihm die richtige Richtung weisen sollen. Doch der Wal schwamm immer wieder unentschlossen: mal in Richtung Ausgang der Bucht, dann wieder zurück in Richtung Hafen. Um 8.07 Uhr beschrieben Beobachter ein regelrechtes Hin und Her auf dem Wasser. Die Boote versuchten, ihn von vorne und hinten zu umkreisen, um ihn sanft zu lenken.

Kurze Pausen – dann wieder Bewegung

Um 8.13 Uhr legte Timmy eine kurze Pause ein. Für einige Minuten bewegte er sich nicht, bevor er erneut weiter schwamm. Die Boote blieben dabei dicht an seiner Seite. Die Retter mussten zudem darauf achten, dass sich der Wal nicht in einem Netz verfängt, das sich in der Nähe des Pontons befand.

Minister Backhaus spricht von einem „Glücksmoment“

Gegen 8.23 Uhr traf Mecklenburg‑Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus am Einsatzort ein. Er beobachtete den Wal vom Ufer aus mit einem Fernglas und sprach angesichts der unerwarteten Aktivität von einem „Glücksmoment“. Nur wenige Minuten später meldete er, dass es gelungen sei, Timmy „in die richtige Richtung zu drehen“.

Hochseetaugliche Boote stehen bereit

Nach Informationen aus dem Einsatzumfeld bereiten sich inzwischen vier hochseetaugliche Boote darauf vor, Timmy zu übernehmen, sobald er die Kirchsee verlässt. Die Schlauchboote der DLRG können nur in der Bucht operieren; für die Ostsee braucht es größere Einheiten, die den Wal weiter begleiten und leiten können.

Timmy nimmt Kurs auf das offene Meer – aber noch ist nichts entschieden

Um 9.03 Uhr dann ein weiterer Hoffnungsschimmer: Timmy hat sich gedreht und schwimmt in Richtung offenes Meer. Doch nur wenige Minuten zuvor war er erneut in die falsche Richtung unterwegs gewesen. Die Lage bleibt angespannt, denn jeder Richtungswechsel kann entscheidend sein.

Ein Wal bewegt ein ganzes Land

Um 9.05 Uhr brachten es Beobachter auf den Punkt: „Dieser Wal macht Deutschland verrückt.“ Die Mischung aus Hoffnung, Sorge und Faszination begleitet seit Wochen die Rettungsbemühungen. Auch heute bleibt unklar, ob Timmy genug Kraft hat, um den Weg aus der Kirchsee zu schaffen. Die Einsatzkräfte bleiben eng an seiner Seite – und ein ganzes Land schaut zu.

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