Auf dem Gelände der Wismarer Werft stehen umfangreiche Veränderungen bevor. Der Marineschiffbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) plant, den Standort für die Fertigung von Fregatten umzurüsten. Dafür sollen bestehende Hallen, Lagerflächen sowie die Kai- und Dockanlagen an die Anforderungen des militärischen Schiffbaus angepasst werden. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist bislang offen.
Werftgelände soll modernisiert werden
Die Wismarer Werft verfügt bereits über eine große Schiffbauhalle und umfangreiche Dockanlagen. Für den Bau moderner Fregatten sind jedoch weitere technische und organisatorische Anpassungen erforderlich.
Nach den vorliegenden Planungen sollen unter anderem die Produktionsflächen und die Logistikinfrastruktur verändert werden. Auch die Sicherheitsanforderungen unterscheiden sich vom zivilen Schiffbau. Welche Anlagen konkret umgebaut oder neu errichtet werden sollen und wie hoch die Investitionen ausfallen, ist noch nicht bekannt.
Neben den baulichen Veränderungen ist eine Neuorganisation der Produktionsabläufe vorgesehen. Dabei geht es insbesondere um die Zusammenarbeit zwischen dem Standort Wismar und der TKMS-Werft in Kiel. Die einzelnen Fertigungsschritte sollen künftig aufeinander abgestimmt werden.
Neue Arbeitsplätze und Aufträge für Zulieferer möglich
Mit der geplanten Ausrichtung auf den Fregattenbau verbinden sich auch wirtschaftliche Erwartungen für Wismar und den Landkreis Nordwestmecklenburg.
Sollte die Produktion wie vorgesehen anlaufen, könnten in den kommenden Jahren mehrere Hundert Arbeitsplätze im Schiffbau, in technischen Berufen und in der Verwaltung entstehen. Konkrete Einstellungszahlen liegen bislang allerdings nicht vor.
Auch regionale Unternehmen könnten von dem Vorhaben profitieren. Neben möglichen Aufträgen für Zulieferer im Schiffbau kommen Arbeiten im Anlagenbau, in der Gebäudetechnik und bei der Modernisierung der Werftinfrastruktur infrage.
Zeitplan für Baubeginn noch offen
Wann die ersten Umbauarbeiten beginnen und ab welchem Zeitpunkt in Wismar Fregatten oder einzelne Schiffskomponenten gefertigt werden sollen, steht noch nicht fest.
Die weiteren Schritte hängen unter anderem von der konkreten Produktionsplanung, erforderlichen Genehmigungen und den Abstimmungen zwischen TKMS und den zuständigen Behörden ab.
Damit bleibt vorerst offen, in welchem Umfang und in welchem Zeitraum die angekündigten Veränderungen auf dem Werftgelände umgesetzt werden. Für den Industriestandort Wismar könnte der geplante Ausbau jedoch eine langfristige Perspektive im militärischen Schiffbau eröffnen.