Am 12. April wählt Wismar ein neues Stadtoberhaupt. Vier Tage zuvor, am 8. April (19.00 Uhr), lädt Wismar.FM zur letzten großen Debatte ein – dem öffentlichen Finale in der Markt- und Eventhalle, bevor die Bürgerinnen und Bürger an die Wahlurnen treten. Bereits im Vorfeld hat die Redaktion zum zweiten Mal eine Online‑Umfrage gestartet, um herauszufinden, welche Themen die Menschen in der Hansestadt besonders bewegen.
Die Resonanz war hoch, die Diskussion lebhaft. Die eingegangenen Beiträge zeigen ein breites Spektrum an Erwartungen, Sorgen und Hoffnungen für die kommenden Jahre.
Sicherheit und Barrierefreiheit ganz oben auf der Agenda
Viele Rückmeldungen drehten sich um das Bedürfnis nach mehr Sicherheit im öffentlichen Raum. Zahlreiche Teilnehmende äußerten den Wunsch, sich auch abends unbeschwert in der Stadt bewegen zu können.
Ebenso deutlich war der Ruf nach besserer Barrierefreiheit: abgesenkte Bordsteine, gut befahrbare Wege für Rollstuhlnutzende,mehr Aufmerksamkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Diese Anliegen wurden immer wieder betont – quer durch alle Altersgruppen.
Mehr Grün, mehr Angebote für Kinder und Jugendliche
Ein weiterer Schwerpunkt: der Wunsch nach mehr Grünflächen und zusätzlichen Freizeitangeboten für junge Menschen. Viele Kommentierende betonten, wie wichtig Orte seien, an denen Kinder und Jugendliche kostenfrei Zeit verbringen oder niedrigschwellige Angebote nutzen können.
Spannungsfelder: Migration, Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt
In der Diskussion spiegelten sich auch gesellschaftliche Spannungen wider. Einige Beiträge äußerten sich kritisch zu Themen wie Migration und Vielfalt. Andere Teilnehmende widersprachen diesen Positionen deutlich und warben für ein respektvolles Miteinander. Die Umfrage zeigt damit, wie unterschiedlich die Perspektiven in der Stadtgesellschaft sind – und wie emotional manche Themen geführt werden.
Kultur, Lebensqualität und der Blick auf das Erreichte
Neben Kritik und Forderungen gab es auch Stimmen, die die positive Entwicklung Wismars in den vergangenen Jahren hervorhoben. Sie plädierten dafür, diesen Weg fortzusetzen, ohne soziale Spaltungen zu vertiefen. Gewünscht wurden zudem mehr kulturelle Angebote – von Tanz- und Musikveranstaltungen bis hin zu neuen Möglichkeiten für gesellige Abende.
Klarer Auftrag an die Kandidierenden
Die Auswertung macht deutlich: Die Menschen in Wismar haben klare Vorstellungen davon, was ihnen wichtig ist – von Sicherheit über Barrierefreiheit bis hin zu Freizeit, Kultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Das große Finale am 8. April bietet nun die Gelegenheit, diese Themen noch einmal aufzugreifen und die Kandidatinnen und Kandidaten mit den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger zu konfrontieren.