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Wettlauf gegen die Zeit: Rettungsmission für verhedderten Finnwal in der Ostsee

Ein seltener Gast in Todesgefahr: Seit Tagen sorgt ein etwa zwölf Meter langer Finnwal in der westlichen Ostsee für Aufsehen. Das Tier ist in Fischernetzen gefangen und schleppt meterlange Leinen mit sich herum. Nun bereiten Umweltschützer von Sea Shepherd eine riskante Befreiungsaktion mit Spezialwerkzeug vor.

Es sind Bilder, die Tierfreunden das Herz schwer machen: Ein massiver Finnwal, der eigentlich in den tiefen Ozeanen zu Hause ist, kämpft in den flachen Küstengewässern der Ostsee um sein Überleben. Nachdem das Tier am 3. März erstmals im Wismarer Hafen gesichtet wurde, steht fest: Der Wal ist in ein rund 100 Meter langes Stellnetz geraten.

Eine 50-Meter-Schleppe aus Kunststoff

Zwar gelang es Helfern vor Ort bereits, Teile des Netzes zu entfernen, doch der Wal konnte sich nicht vollständig befreien. Aktuelle Drohnenaufnahmen zeigen, dass das Tier noch immer Reste des Netzes sowie Leinen von schätzungsweise 50 Metern Länge hinter sich herzieht. Diese Last behindert den Wal nicht nur beim Schwimmen, sondern birgt auch die Gefahr, dass er an Unterwasserhindernissen hängen bleibt oder durch tiefe Schnittwunden Infektionen erleidet.

Spezialwerkzeug soll die Rettung bringen

Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hat die Initiative ergriffen. Da eine Annäherung an das gestresste Wildtier extrem gefährlich ist – sowohl für den Wal als auch für die Retter –, setzen die Aktivisten auf Innovation. „Wir bauen derzeit ein Spezialwerkzeug, um die Leinen aus sicherer Distanz kappen zu können“, heißt es von Seiten der Organisation. Ziel ist es, den Wal zu befreien, ohne ihn durch zu nahen Kontakt in Panik zu versetzen.

Experten in Sorge

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund verfolgt die Situation genau. Neben den Netzen stellt der dichte Schiffsverkehr in der Lübecker Bucht eine massive Bedrohung dar. Der Lärm und die Enge versetzen das Tier in Dauerstress. Finnwale verirren sich nur selten in die salzarme und flache Ostsee, was die Orientierung für den Giganten zusätzlich erschwert.

Die Behörden und Umweltschützer rufen Segler und Küstenbesucher dazu auf, unbedingt Abstand zu halten. Jede weitere Beunruhigung könnte die Kräfte des geschwächten Tieres aufzehren.

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