Die Bürgerschaft hat beschlossen, das Hitzeproblem am Spielplatz am Alten Hafen zügig anzugehen. Die weitläufige Freifläche bietet kaum Schatten, sodass der Aufenthalt dort an sonnigen Tagen von Mai bis September für Familien nur eingeschränkt möglich ist. Die Stadtverwaltung unter Bausenator René Domke wurde beauftragt, bis März 2027 konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation vorzulegen. Ziel ist eine Umsetzung rechtzeitig vor der Hitzeperiode im Sommer 2027.
Herausforderungen durch Wind und Denkmalschutz
Einfach aufgestellte Sonnenschirme reichen am Alten Hafen nicht aus. Die Planer stehen vor zwei wesentlichen Hürden: dem starken Wind direkt an der Hafenkante und den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes im historischen Bereich. Beide Faktoren schränken die Auswahl geeigneter Beschattungselemente deutlich ein.
Mögliche Varianten werden geprüft
Im Gespräch sind derzeit flexible Sonnensegel, temporäre Pergolen, das Pflanzen größerer Bäume oder überdachte Sitzgelegenheiten. Welche Lösung sich letztlich durchsetzt, hängt von Machbarkeit, Genehmigungsfähigkeit und den örtlichen Bedingungen ab.
Streit über das richtige Tempo
In der Bürgerschaft gab es unterschiedliche Vorstellungen über den Umfang des Projekts. Während die Grünen das Hitzeschutzkonzept auf alle Spielplätze der Stadt ausweiten wollten, plädierte die Mehrheit – darunter SPD und Linke – für ein schnelles, pragmatisches Vorgehen am stark frequentierten Standort am Alten Hafen. Größere Konzepte würden zu viel Zeit kosten. Am Budget soll das Projekt nach Angaben der Mehrheit nicht scheitern.