Sonntag, 05.Juli 2026
16.5 C
Wismar

anzeige

informationen unserer partner

... schon entdeckt?

Das könnte dich auch interessieren

inside

news aus deinem programm

Mediziner: Gesichtsmasken schützen vor schweren Verläufen

Das Tragen von Gesichtsmasken in öffentlichen Räumen trägt nach Meinung des Rostocker Tropenmediziners Emil Reisinger nicht nur entscheidend zur geringeren Ausbreitung des Coronavirus bei. Auch dort, wo Infektionen nicht vermieden würden, würden durch die Verminderung der Infektionsdosis mit hoher Wahrscheinlichkeit symptomatische Erkrankungen verhindert oder deren Schwere reduziert, schrieb Reisinger in einer jüngst im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Studie.

Er bezog sich unter anderem auf Erkenntnisse aus der schweizerischen Armee. Bei zwei Kompanien seien erst neun Tage nach dem ersten Infektionsfall Masken und Mindestabstände angeordnet worden. Danach erkrankten 30 Prozent der Soldaten an Covid-19, bei 62 Prozent ohne Symptome wurden Sars-CoV-2-Antikörper nachgewiesen. In einer anderen, räumlich getrennten Kompanie seien vor dem ersten Infektionsfall Masken und Mindestabstände angeordnet worden. Keiner dieser Soldaten sei erkrankt, bei nur 15 Prozent wurden Antikörper nachgewiesen.

Reisinger und sein Team kommen nach Auswertung mehrerer Studien zum Schluss, dass die Komplikations- und Todesraten in Ländern niedrig blieben, in denen die Mund-Nasen-Bedeckung weit verbreitet ist. Dies gelte etwa für Japan, Hongkong oder Südkorea, wo Masken während der Erkältungssaison bereits vor der Covid-19-Pandemie üblich waren. Dagegen hätten in anderen Ländern widersprüchliche Botschaften die Menschen verwirrt und die Einhaltung der Maskenpflicht vermindert. „Neben klarer Kommunikation hat die Vorbildwirkung der Verantwortungsträger eine entscheidende Bedeutung“, sagte Reisinger.

Um die Übertragung von Coronaviren in Alltagssituationen deutlich zu reduzieren, reichten in aller Regel Stoffmasken aus, betonte der Experte. Allerdings sollten sie aus wenigstens drei Lagen dichtem Stoff bestehen. Für risikoreiche Tätigkeiten, insbesondere bei Patienten mit SArs-CoV-2-Infektion empfehle das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eine besser schützende FFP2-Maske für das Gesundheitspersonal.

Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass in Bussen, Bahnen und Geschäften künftig Masken getragen werden müssen, die besser schützen als Alltagsmasken aus Stoff. Das können OP-Masken, FFP2- oder KN95-Masken sein, die einen vergleichbaren Standard haben.

Dies war beim Chef des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universitätsmedizin Rostock, Andreas Podbielski, auf Skepsis gestoßen. „FFP2-Masken sind für Profis in Profi-Situationen gedacht“, sagte er. „Die FFP2-Masken bieten einen merklichen Atemwiderstand.“ Deshalb werde im Arbeitsrecht eine maximale Tragedauer von 75 Minuten mit einer anschließenden Erholungszeit von 30 Minuten empfohlen.

lass' uns dir doch helfen

Mit einem Stichwort oder auch nur einem Namen findest du, wonach du suchst

Unser gesamtes Archiv mit tausenden Artikeln, Beiträgen und zahlreichen Informationen steht dir bei der Suche zur Verfügung. Dabei stehen dir alle Bereiche wie z.B. Politik, Sport, Wirtschaft oder Rostock, Schwerin, Wismar zur Verfügung.

Schreib' uns eine Nachricht!

Ganz schnell und unkompliziert kannst du uns hier deine Nachricht hinterlassen. Bitte dazu alle Felder ausfüllen, damit wir für Rückfragen mit dir in Kontakt treten können...

Telefon

Direkter Draht zu uns: Du hast Fragen, Feedback oder eine Story aus der Region? Ruf uns einfach an!

Instagram

Der offizielle Instagram-Kanal. Regionale News und tägliche Updates aus Wismar & Nordwestmecklenburg!

Facebook

Aktuelle News und der tägliche TagesCheck für Wismar und Nordwestmecklenburg.