Während Nordwestmecklenburg weiter im Frost feststeckt, haben junge Einsatzkräfte der Medical Task Force 13 (MTF 13) am Dienstag eine anspruchsvolle Ausbildungsübung zur Eisrettung absolviert. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen trainierten in Grevesmühlen den Übergang von der technischen Rettung zur medizinischen Erstversorgung – ein Szenario, das angesichts der aktuellen Wetterlage hochrelevant ist.
Gefahr am Eisrand: Sekunden entscheiden
Nach den jüngsten Temperaturschwankungen sind viele Gewässer der Region nur von einer dünnen, trügerischen Eisschicht bedeckt. Die MTF 13, eine taktische Sanitätseinheit des Bundes im Zivil- und Katastrophenschutz, übte deshalb gezielt das Vorgehen an Einbruchstellen. Dazu gehörten Annäherungstechniken mit Leitern zur Gewichtsverteilung sowie der sichere Transport von Verunfallten mittels Schleifkorbtragen.
Im Anschluss stand die medizinische Erstversorgung im Mittelpunkt: Schutz vor weiterer Auskühlung, Stabilisierung der Vitalfunktionen und Vorbereitung für den Abtransport.
Starkes Netzwerk zwischen Grevesmühlen und Wismar
Die MTF 13 ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Hilfsorganisationen. Zentrale Standorte befinden sich beim DRK-Kreisverband Nordwestmecklenburg in Grevesmühlen sowie in Wismar, wo unter anderem die Johanniter-Unfall-Hilfe und das DRK eng kooperieren.
„Diese Übungen sind das Rückgrat unserer Einsatzfähigkeit“, betont die Leitung der Einheit. „Es geht nicht nur um Technik, sondern um blindes Vertrauen zwischen den Helfern aus verschiedenen Ortsvereinen.“
Ehrenamt 2026: Einstieg für Interessierte
Die Übung bildet den Auftakt eines intensiven Dienstjahres. Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein Engagement interessieren, können sich am 25. März 2026, in einer zentralen Online-Informationsveranstaltung über Voraussetzungen und Aufgaben informieren. Neben einer medizinischen oder technischen Grundausbildung zählen Teamgeist und regelmäßige Teilnahme an Übungen zu den wichtigsten Kriterien.
Behörden warnen weiterhin vor Betreten von Eisflächen
Trotz der professionellen Übung bleibt die Lage an den Gewässern kritisch. Die Behörden warnen eindringlich davor, Eisflächen in der Region zu betreten. Aufgrund der starken Temperaturschwankungen der vergangenen 24 Stunden ist die Tragfähigkeit vieler Eisdecken nicht gegeben.