Zum heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus sind in Wismar und im gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg die öffentlichen Gebäude beflaggt. Die Hansestadt setzt damit ein sichtbares Zeichen des Erinnerns und der Mahnung. Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und ruft dazu auf, die Verbrechen des NS‑Regimes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Neue Stolpersteine‑App erweitert die Erinnerungskultur
Begleitet wird der Gedenktag in Wismar von einer digitalen Neuerung. Die Stadt hat eine Stolpersteine‑App vorgestellt, die Bürgerinnen, Bürgern und Gästen einen modernen Zugang zur lokalen Erinnerungskultur ermöglicht. Die Anwendung bietet Hintergrundinformationen zu den im Stadtgebiet verlegten Stolpersteinen und erzählt die Geschichten der Menschen, an die sie erinnern. Nutzerinnen und Nutzer können sich durch Biografien klicken, historische Fotos ansehen und individuelle Routen zu den verschiedenen Erinnerungsorten planen.
Digitale Wege des Erinnerns
Mit der App erweitert Wismar seine bestehenden Gedenkangebote um ein zeitgemäßes Format. Sie macht die Schicksale der verfolgten und ermordeten Menschen sichtbarer und erleichtert es, sich auch außerhalb von Führungen oder Veranstaltungen mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Gerade am Gedenktag zeigt die Stadt damit, wie wichtig eine lebendige und zugängliche Erinnerungskultur bleibt.