Wismar steht vor einer wichtigen Entscheidung: Am 12. April wählen die Bürgerinnen und Bürger eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister. Nun ist wieder die Stadtgesellschaft gefragt. In einer zweiten Umfrage soll beleuchtet werden, was die Menschen in Wismar wirklich bewegt – und welche Themen die neue Stadtspitze dringend anpacken sollte.
Die Bandbreite der Wünsche ist groß. Viele fordern immer wieder mehr Kulturangebote, niedrigschwellige Formate und Orte, an denen man sich begegnen kann. Genannt werden Tanzveranstaltungen, offene Bühnen, mehr Angebote für Jugendliche und neue Seniorentreffpunkte, die nicht nur funktional, sondern lebendig und einladend sein sollen.
Auch die Frage nach der Mobilität sorgt für Diskussionen: Soll die Innenstadt künftig autofrei werden – oder braucht es eher eine Brötchentaste, um kurze Wege unkompliziert zu ermöglichen? Zwischen Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und Alltagstauglichkeit suchen viele nach einem Kompromiss, der Wismar zukunftsfähig macht, ohne Menschen auszuschließen.
Ein weiterer Schwerpunkt: Bürgerbeteiligung. Viele wünschen sich mehr Transparenz, mehr Mitsprache und Formate, die nicht nur informieren, sondern echte Mitgestaltung ermöglichen. Die Frage „Wie soll Wismar werden – oder wieder sein?“ steht dabei im Mittelpunkt.
Die Umfrage zeigt deutlich: Die Erwartungen an die neue Stadtspitze sind hoch. Es geht um Lebensqualität, um moderne Stadtentwicklung, um soziale Angebote und um das Gefühl, gehört zu werden. Heute ist die Meinung der Menschen in Wismar gefragt – und sie wird den Ton für die kommenden Jahre mitbestimmen.