Die gescheiterte Rettung des gestrandeten Wales bewegt weiterhin viele Menschen. Seit klar wurde, dass das Tier nicht überleben wird, nehmen die Anfeindungen gegen Helferinnen und Helfer deutlich zu. Laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus reichen die Reaktionen inzwischen bis hin zu Morddrohungen.
Backhaus spricht vor Ort mit Demonstrierenden
Am Freitag stellte sich Backhaus persönlich den Demonstrierenden. Ohne Sicherheitsbegleitung suchte er das Gespräch und machte die Bedrohungslage öffentlich. Er betonte, dass er die Drohungen ernst nehme, sich davon jedoch nicht einschüchtern lasse. Die Situation rund um die Rettungsaktion habe viele Menschen emotional stark belastet.
Helfer im Fokus der Kritik
Auch Einsatzkräfte und Unterstützer der Rettungsmaßnahmen berichten von zunehmenden verbalen Angriffen. Die Stimmung habe sich besonders verschärft, seit feststand, dass der Wal nicht gerettet werden kann. Behörden und Organisationen appellieren an die Bevölkerung, die Arbeit der Helfer zu respektieren und nicht zu diffamieren.
„Das Herz blutet, die Meere weinen“ – Menschen reisen an
Viele Bürgerinnen und Bürger zeigen weiterhin Anteilnahme. Sandra (37) reiste mit ihrem Sohn Jack (13) aus Rostock an. Jack hielt ein selbst gemaltes Plakat mit der Aufschrift „Das Herz blutet, die Meere weinen“. Beide hofften bis zuletzt auf eine Rettung des Tieres. Für sie steht fest: „Er will leben.“
Kleine Demo auf dem Marktplatz
Am frühen Nachmittag versammelten sich erste Demonstrierende auf dem Wismarer Rathausplatz. Rund zehn Personen waren zunächst vor Ort, begleitet von mehreren Polizeifahrzeugen. Unter ihnen kursierte die Information, dass auch Minister Backhaus erscheinen könnte – er war dort und wir haben auch mit ihm gesprochen…