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Buckelwal bewegt Millionen – Ministerium mahnt zu Würde und Besonnenheit

Das Schicksal des gestrandeten Wales hat bundesweit Anteilnahme ausgelöst. Millionen Menschen verfolgten die Rettungsversuche und hofften bis zuletzt auf ein Wunder. Immer wieder gab es Momente, in denen ein Weiterleben möglich schien. Doch inzwischen gilt der Zustand des Tieres als aussichtslos. Aus dem Umweltministerium heißt es: „Wir müssen das Tier in Würde gehen lassen. So schwer uns das auch fällt – gerade an Tagen wie diesen.“

Verlängert die Hilfe das Leiden?

Im Raum steht die Frage, ob Maßnahmen wie das ständige Befeuchten des Tieres sein Leiden unnötig verlängern könnten. Umweltminister Till Backhaus verweist auf die fachliche Einschätzung der Hochschule Hannover: „Wenn mir die Experten sagen, dass das Befeuchten sinnvoll ist und wir darauf achten sollen, dass kein Wasser in die Atemwege gelangt, dann setzen wir das verantwortungsvoll um.“ Die Helfer hätten sich strikt an diese Vorgaben gehalten.

Atmung kaum noch erkennbar

Der Wal ragt inzwischen deutlich stärker aus dem Wasser. Dadurch wird es schwieriger zu erkennen, ob er überhaupt noch atmet. Sobald der Verdacht besteht, dass die Atmung aussetzt, wird ein Tierarzt hinzugezogen. Die Lage bleibt angespannt und emotional belastend.

Plakate, Forderungen und Frust

Die Situation führt auch zu wachsender Kritik. An einem Steg bei Wismar hängt ein handgemaltes Plakat mit der Frage: „Warum gebt ihr auf? Warum geht kein Taucher ins Wasser? Holt offiziell Robert Marc Lehmann zurück! Geht es wieder nur ums Geld?“
Hintergrund: Der bekannte Tierschützer und YouTuber Robert Marc Lehmann hatte bei der ersten Befreiungsaktion geholfen, sich später jedoch mit den Behörden überworfen. Viele Unterstützer wünschen sich seine Rückkehr – ein Konflikt, der die Debatte zusätzlich auflädt.

Anfeindungen und Drohungen gegen Helfer

Parallel dazu nimmt der Druck auf die Einsatzkräfte zu. Seit klar ist, dass das Tier nicht zu retten sein wird, häufen sich Anfeindungen – bis hin zu Morddrohungen. Backhaus kündigt an, konsequent dagegen vorzugehen: „Wenn strafrechtlich relevante Aussagen getätigt werden, ob in sozialen Medien, per Zettel im Briefkasten oder per E-Mail: Solches Verhalten werden wir zur Anzeige bringen.“

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