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Rettungsaktion für Buckelwal wird fortgesetzt – Bergung frühestens heute möglich

Die privat organisierte Rettungsaktion für den seit 17 Tagen vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal geht heute weiter. Am Donnerstagnachmittag waren die Vorbereitungen unterbrochen worden, um dem geschwächten Tier Ruhe zu geben. Ob die Bergung heute gelingt, ist weiterhin offen.

Ausrüstung in Kirchdorf eingetroffen – Pontons spielen zentrale Rolle

Ein Konvoi aus mehreren Lastwagen brachte am Donnerstag umfangreiches Material in den Hafen von Kirchdorf. Darunter befinden sich zwei Pontons, die für die geplante Bergung entscheidend sind. Die Helfer wollen versuchen, den Wal mit Luftkissen anzuheben. Da der Wal seit mehr als zwei Wochen im flachen Wasser festliegt, muss zuvor der Meeresboden unter ihm weggespült werden. Erst dann kann das Tier auf eine große Plane zwischen den Pontons gehoben werden.

Wenn dieser Schritt gelingt, soll ein Schlepper die Konstruktion in tiefere Gewässer der Ostsee ziehen – und anschließend durch Kattegat und Skagerrak in Richtung Nordsee und Atlantik. Dort könnte der Wal im besten Fall freigelassen werden.

Wie geht es dem Wal?

Nach Angaben der Einsatzleitung reagierte der Wal am Donnerstag auf Ansprache. Ein Walexperte und zwei Tiermedizinerinnen nahmen vorsichtig Kontakt auf. Positiv bewertet wurde, dass das Blasloch intakt ist und keine Entzündungszeichen erkennbar sind. Das Tier zeigte keine Aufregung, bleibt aber stark geschwächt und schwer krank.

Wer organisiert die Rettung?

Hinter der Aktion steht eine private Initiative um MediaMarkt‑Mitgründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter‑Mommert. Beide finanzieren und organisieren den Einsatz und arbeiten mit Zustimmung der Behörden in Mecklenburg‑Vorpommern.

Expertenmeinungen gehen auseinander

Der Meeresbiologe Boris Culik äußerte sich grundsätzlich positiv zum Rettungsversuch. Die geplanten Maßnahmen seien „vielversprechend“, sagte er. Gleichzeitig warnte er, dass das Hauptproblem – das Netz im Maul des Wals – weiterhin bestehe. Ohne dessen Entfernung könne sich der Wal nicht ernähren und kaum zu Kräften kommen.

Greenpeace beteiligt sich nicht an der Aktion. Nach Einschätzung der Organisation ist der Wal zu krank und zu geschwächt, um einen Transport zu überstehen.

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