Am Sonntagmorgen laufen die Vorbereitungen für die entscheidende Phase der Rettungsaktion für den Buckelwal weiter. Die Helfer arbeiten seit Tagen unter Hochdruck daran, den tonnenschweren Meeressäuger aus der Kirchsee in Richtung Nordsee zu bringen. Doch erneut kommt es zu Verzögerungen – während der Wal selbst deutlich aktiver wirkt.
Gunz: „Der Wal antwortet dem Team“
MediaMarkt‑Mitgründer Walter Gunz, einer der Initiatoren der privaten Rettungsaktion, zeigte sich zum Start des Tages optimistisch. Gegenüber „BILD“ sagte er, nach weiteren Untersuchungen solle nun begonnen werden, den Wal „in die richtige Richtung zu bewegen“. Der peruanische Autor und Aktivist Sergio Bamberen, den Gunz als „Wal‑Flüsterer“ bezeichnet, habe bereits einen guten Kontakt zu Timmy aufgebaut. „Der Wal antwortet ihm“, so Gunz. Für den weiteren Ablauf brauche man nun „Glück“.
Taucher richten Transportnetz aus
Am Vormittag waren erneut Taucher im Wasser. Sie arbeiteten an der Stelle, an der am Samstag das große grüne Transportnetz ausgebreitet wurde. Offenbar richten sie die blauen Luftkissen aus, die in das Netz eingearbeitet sind und später für Auftrieb sorgen sollen. Das Netz soll unter dem Wal hindurchgezogen und an Pontons befestigt werden.
Timmy wirkt am Morgen deutlich aktiver
Reporter vor Ort berichten, dass der Wal am frühen Morgen zunächst ruhig wirkte und etwa alle zehn Minuten abblies. Inzwischen zeigt er deutlich mehr Aktivität: Alle vier Minuten steigt eine kräftige Wasserfontäne auf. Tierärztin Janine Bahr‑van Gemmert hatte den Zustand des Wals bereits am Samstag als „gut“ bezeichnet.
DLRG und Rettungsteam bereiten sich vor
Auch die DLRG ist mit mehreren Booten im Einsatz und sichert die Helfer im Wasser ab. Im Hafen von Kirchdorf liegen die Traversen bereit, an denen das Transportnetz befestigt werden soll. Das Rettungsteam stimmt sich derzeit mit den Behörden ab.
Härterer Untergrund verzögert Arbeiten
Eigentlich wollten die Helfer ab 9.00 Uhr die Ponton‑Konstruktion zusammensetzen oder das Netz in Position bringen. Doch im Livestream war zunächst nur der Baggerfahrer aktiv, der weiter Schlamm aus der Fahrrinne hob. Nach Informationen vor Ort ist der Untergrund härter als erwartet. Deshalb wird zunächst weiter gebaggert, bevor das Netz dem Wal präsentiert werden kann.