Der festliegende Buckelwal Timmy hat am frühen Freitagmorgen erneut leichte Bewegungen gezeigt. Immer wieder wölbt er seinen Rücken nach oben, wodurch der charakteristische Buckel sichtbar wird. Beobachter werten diese Bewegungen als Zeichen dafür, dass der Wal weiterhin Kraft hat.
Wal weiterhin in künstlicher Mulde stabilisiert
Timmy liegt nach wie vor in einer künstlich angelegten Mulde. Diese Vertiefung wurde geschaffen, um den rund zwölf Tonnen schweren Wal zu entlasten. Sinkende Wasserstände hatten in den vergangenen Tagen das Risiko erhöht, dass der Meeressäuger unter seinem eigenen Gewicht Schaden nimmt. Die Mulde soll verhindern, dass er tiefer in den Sand einsinkt und sich verletzt.
Arbeiten an der Rettungsrinne gehen weiter
Für den Freitag ist geplant, die Rinne vom Liegeplatz des Wals bis zur Wasserstraße weiter auszubauen. Insgesamt soll sie 110 Meter lang, zehn Meter breit und zwei Meter tief werden. Etwa 40 Meter davon will das Team heute schaffen. Die Rinne soll Timmy bei steigendem Wasserstand den Weg in tieferes Wasser ermöglichen und damit eine spätere Rettung vorbereiten. Diese Arbeiten sind Teil eines umfassenden Rettungskonzepts, das frühestens am Sonntag oder Montag umgesetzt werden kann.
Ruhiger Start in den 25. Tag
Der Morgen beginnt für Timmy ruhig. Er liegt etwas höher im Wasser als am Vortag und wird sanft von kleinen Wellen bewegt. Für den Wal ist es inzwischen der 25. Tag in der Bucht vor der Insel Poel. Trotz der langen Zeit im Flachwasser zeigen Experten sich überrascht, dass sein Gesundheitszustand noch vergleichsweise stabil wirkt. Die Atemfontäne ist regelmäßig zu sehen, und einzelne Bewegungen deuten darauf hin, dass Timmy weiterhin reagiert.
Hoffnung und Unsicherheit zugleich
Die Lage bleibt dennoch kritisch. Die Helfer arbeiten unter Zeitdruck, da der Wal geschwächt ist und die natürlichen Bedingungen sich ständig ändern. Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, um Timmy in tieferes Wasser zu bringen, ist weiterhin offen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein.