Am Sonntagnachmittag herrscht vor der Insel Poel gespannte Ruhe. Die Vorbereitungen für den geplanten nächtlichen Abtransport des gestrandeten Buckelwals Timmy laufen weiter. Nach Angaben von Umweltminister Till Backhaus hat sich der Wal so gedreht, dass er nun ideal an der natürlichen Rinne liegt, über die er später in die abgesenkte Barge gezogen werden soll. Backhaus sprach von einem wichtigen Zwischenschritt und betonte, Timmy sei stabil und habe seine Position nicht verändert.
Helfer im Einsatz am Wal
Am frühen Nachmittag waren erneut mehrere Helfer direkt bei Timmy. Zwei von ihnen standen im Wasser, dokumentierten den Zustand des Tieres und bewässerten seine Haut. Insgesamt waren zeitweise sechs Personen im Einsatz, die das weitere Vorgehen besprachen. Timmy liegt weiterhin im flachen Wasser der Bucht und bläst regelmäßig Atemluft aus.
Einschätzungen zum Gesundheitszustand
Nach Angaben der vor Ort eingesetzten Walexperten befindet sich Timmy in einem „relativ guten Zustand“. Verletzungen an der Haut hätten sich erholt, die Atmung sei regelmäßig, und auch die Energiereserven seien noch ausreichend. Backhaus bezeichnete den Wal als „Patient“, betonte aber zugleich, dass er nicht akut lebensbedroht sei.
Blick auf die Nacht
Das Spezialschiff, das für den Transport vorbereitet wird, soll am Sonntagmorgen eintreffen und in einer Werft ausgerüstet werden. Noch am selben Tag soll es in die Bucht verlegt werden. In der Nacht zu Montag ist der entscheidende Schritt geplant: Timmy soll in die abgesenkte Barge gezogen und anschließend in Richtung Nordsee transportiert werden. Wie schnell dieser Schritt gelingt, hängt vom Verhalten des Wals und den Bedingungen vor Ort ab.