Hanseatische Geschichte trifft moderne Technik: Zum Internationalen Museumstag hat das Stadtgeschichtliche Museum „Schabbell“ in Wismar seine neue Digitalisierungsoffensive vorgestellt. Besucherinnen und Besucher können die 800‑jährige Chronik der Hansestadt ab sofort in virtuellen Formaten erleben. Das historische Gebäude der Backsteinrenaissance verbindet damit Tradition und digitale Zukunft.
Tausende Exponate digitalisiert und weltweit zugänglich
In den vergangenen Monaten wurden tausende Dokumente, Fotografien und Objekte aufwendig gescannt, katalogisiert und in digitalen Datenbanken aufbereitet. Ziel ist es, Wismars reiches kulturelles Erbe weltweit zugänglich zu machen und insbesondere jüngeren Generationen neue Zugänge zur Stadtgeschichte zu eröffnen.
Interaktive Stationen und 3D‑Rundgänge begeistern Besucher
Am Museumstag standen die neuen interaktiven Stationen im Mittelpunkt. Detailgetreue 3D‑Scans ermöglichen virtuelle Rundgänge durch historische Räume und zentrale Epochen der Stadtgeschichte. Ausgewählte Exponate werden über Bildschirme und Tablets mittels erweiterter Realität digital zum Leben erweckt.
Online‑Archiv für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit
Mit dem neuen Online‑Archiv öffnet das Museum seine digitalen Bestände für Forschende, Geschichtsinteressierte und Bürgerinnen und Bürger. Die Museumsleitung betont, dass die Digitalisierung die physische Ausstellung nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt. Besonders für den Tourismus und die Bildungsarbeit mit Schulen in Nordwestmecklenburg eröffnen sich neue Möglichkeiten, Geschichte lebendig zu vermitteln.