Die Staatsanwaltschaft wirft der 30‑jährigen Angeklagten Gina H. vor, den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 heimtückisch mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Anschließend soll sie die Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl mit Brandbeschleuniger angezündet haben, um Spuren zu verwischen und die Beziehung zum Vater des Kindes wiederherzustellen. Die Vorwürfe stützen sich auf Ermittlungen, Spurenanalysen und Zeugenaussagen aus mehreren Quellen .
Brisante Beziehungskonstellation
Das mutmaßliche Eifersuchtsmotiv steht im deutlichen Widerspruch zur aktuellen Situation: Die Angeklagte und Fabians Vater sind inzwischen wieder ein Paar. Der Vater trat vor dem Landgericht Rostock als Zeuge auf und erklärte, er glaube an die Unschuld von Gina H. .
Sprachnachrichten belasten die Angeklagte
Am sechsten Prozesstag rückten abgefangene Sprachnachrichten in den Mittelpunkt. Darin fordert Gina H. einen Bekannten auf, ein falsches Spaziergang‑Alibi zu bestätigen. Gleichzeitig zeigt sie in den Aufnahmen kaum emotionale Anteilnahme an der laufenden Suche nach dem vermissten Jungen.
Die Ermittler waren der Angeklagten nach über tausend Spuren und einem Zeugenaufruf in der ZDF‑Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst auf die Spur gekommen. Im November 2025 wurde schließlich der Haftbefehl vollstreckt .
Neue Wendung: Messer war nicht die Tatwaffe
Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt eine überraschende Entwicklung: Ein zuvor sichergestelltes Messer, das als mögliche Tatwaffe galt, ist nach neuen Erkenntnissen nicht das Werkzeug, mit dem Fabian getötet wurde. Die Strafkammer muss nun weitere Beweise bewerten und offene Fragen klären. Ein Urteil wird im Herbst 2026 erwartet .