Das kommunale Verkehrsunternehmen Nahbus plant den Einstieg in die Elektromobilität und will insgesamt 18 Elektrobusse für den Einsatz in Wismar und im gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg anschaffen. Damit vollzieht der Betrieb eine deutliche strategische Kehrtwende. Hintergrund sind die stark gestiegenen Kraftstoffpreise sowie ein neues Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums, das den Umstieg finanziell erheblich erleichtert.
Während frühere Förderbedingungen lediglich rund 30 Prozent der Mehrkosten abgedeckt hätten – weshalb der Kreistag Ende 2024 noch gegen die Anschaffung von E‑Bussen votierte und stattdessen Dieselbusse bestellte –, stellt der Bund nun Zuschüsse von bis zu 70 Prozent für die Fahrzeuge und bis zu 40 Prozent für die Ladeinfrastruktur in Aussicht.
Technologische Fortschritte erleichtern die Entscheidung
Neben den verbesserten Förderkonditionen profitiert Nahbus von technischen Entwicklungen. Moderne Batterien erreichen inzwischen eine Lebensdauer von rund zwölf Jahren und bieten größere Reichweiten als noch vor wenigen Jahren. Diese Fortschritte erhöhen die Planungssicherheit und senken die langfristigen Betriebskosten.
Sobald die eingereichten Förderanträge bewilligt sind, hat das Unternehmen ein Zeitfenster von drei Jahren, um die Umstellung der Flotte auf den betroffenen Linien zu realisieren.
Schritt in Richtung klimafreundlicher Nahverkehr
Mit der geplanten Beschaffung der 18 Elektrobusse setzt Nahbus ein deutliches Zeichen für einen klimafreundlicheren öffentlichen Nahverkehr in der Region. Die Fahrzeuge sollen sowohl in der Hansestadt Wismar als auch im ländlichen Raum eingesetzt werden. Parallel dazu wird der Aufbau der Ladeinfrastruktur vorbereitet, die an mehreren Betriebshöfen und strategischen Punkten im Liniennetz entstehen soll.