Ein Wochenende schwerer Verkehrsunfälle hat den Fern‑ und Pendlerverkehr im Landkreis Nordwestmecklenburg am Sonntagabend und Montagmorgen phasenweise nahezu zum Stillstand gebracht.
Besonders dramatisch war die Lage auf der Autobahn 20. Am späten Sonntagnachmittag verlor eine 61‑jährige Autofahrerin nahe der Raststätte Schönberger Land die Kontrolle über ihren VW. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach und blieb schwer beschädigt liegen. Die Frau erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass sie nach der Erstversorgung umgehend in das Universitätsklinikum Lübeck geflogen werden musste.
Für die Rettungsarbeiten, die Landung eines Hubschraubers und die anschließende Bergung des Wracks sperrte die Autobahnpolizei die Richtungsfahrbahn nach Rostock über mehrere Stunden vollständig. Im Rückreiseverkehr bildeten sich kilometerlange Staus.
Schwerverletzte nach Motorradunfall auf der B105
Fast zeitgleich ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall auf der Bundesstraße 105 in unmittelbarer Nähe zu Wismar. Ein Motorradfahrer übersah ein Stauende und prallte mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurden sowohl der Biker als auch sein Sozius vom Motorrad geschleudert und zogen sich schwere Verletzungen zu.
Auch hier musste die Bundesstraße für eine temporäre Vollsperrung abgeriegelt werden, um die Verletzten zu versorgen und Trümmerteile zu beseitigen.
Polizei warnt vor Gefahrenbereichen im Berufsverkehr
Angesichts der beiden schweren Vorfälle warnt die Polizei zur Wochenmitte vor anhaltenden Gefahrenbereichen im regionalen Verkehrsnetz. Ein besonderes Augenmerk richten die Behörden auf die Anschlussstelle Wismar‑Mitte. Trotz eines dort geltenden und deutlich ausgeschilderten Tempolimits von 60 km/h kommt es an den Auf‑ und Abfahrten durch Missachtungen der Vorfahrt immer wieder zu gefährlichen Situationen und Blechschäden.
Die Beamten mahnen zu erhöhter Bremsbereitschaft und defensiver Fahrweise, um weitere schwere Kollisionen im Berufsverkehr zu verhindern.