Ein schwerer medizinischer Notfall hat am Donnerstagnachmittag einen umfangreichen Rettungseinsatz auf der Ostsee ausgelöst. Gegen 14.15 Uhr brach an Bord des hölzernen Traditionsseglers Atalanta ein 72‑jähriges Besatzungsmitglied plötzlich zusammen. Das Unglück ereignete sich in der Wismarbucht, rund einen Kilometer südwestlich der Halbinsel Rustwerder bei Poel. Die Crew des 36 Meter langen Schoners reagierte sofort und setzte über Funk einen Notruf ab.
Schnelles Eingreifen der Seenotretter
Die Rettungsleitstelle alarmierte umgehend die freiwillige Besatzung des Seenotrettungsbootes Wolfgang Wiese von der Station Timmendorf sowie einen Rettungshubschrauber. Wenig später trafen die Seenotretter und das medizinische Personal an Bord der Atalanta ein und begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Während der laufenden Versorgung begleiteten die Retter den Traditionssegler auf seinem Weg in den Hafen von Wismar.
Stabilisierung im Hafen und Weitertransport
Nach dem Anlegen gelang es den Notärzten und Rettungskräften, den Zustand des 72‑Jährigen so weit zu stabilisieren, dass er transportfähig war. Ein Rettungshubschrauber brachte den Patienten anschließend zur weiteren Intensivbehandlung in ein Krankenhaus. Das schnelle und koordinierte Zusammenspiel zwischen Crew, Seenotrettern und Flugrettung erwies sich als entscheidend, um dem Mann in einer lebensbedrohlichen Situation rechtzeitig helfen zu können.