In Wismar fällt zum Auftakt des Schwedenfestes ein bedeutender Beschluss für die städtische Infrastruktur. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übergibt vor großem Publikum einen Fördermittelbescheid des Landes Mecklenburg‑Vorpommern über 22 Millionen Euro. Die Summe fließt in den gemeinsamen Neubau der Berufsfeuerwehr und des Ordnungsamtes. Brandschutz‑Amtsleiter Paul Wehry nimmt die Zusage für das Großprojekt auf der Bühne entgegen.
Neubau ersetzt historische, aber überlastete Wache
Der Neubau ist nach Angaben des Amtsleiters dringend notwendig. Die bestehende Feuerwache in der Altstadt stößt seit Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen und wird 2028 hundert Jahre alt. Das neue Sicherheitszentrum entsteht auf einem Grundstück neben der Eisenbahnüberführung in der Poeler Straße und soll moderne Arbeitsbedingungen für Feuerwehr und Ordnungsamt bieten.
Zeitplan für Bau und Fertigstellung
Die Bauarbeiten sollen zügig beginnen. Der Start der Rohbauphase ist für 2026 oder spätestens 2027 vorgesehen. Nach Abstimmung mit dem UNESCO‑Sachverständigenbeirat könnte das Gebäude Ende 2028 oder Anfang 2029 bezogen werden. Die Stadt rechnet damit, dass der Neubau die Einsatzfähigkeit langfristig verbessert und die Sicherheitsstrukturen der Hansestadt stärkt.
Finanzierung aus mehreren Fördertöpfen
Die Gesamtsumme von 22 Millionen Euro setzt sich aus verschiedenen Förderanteilen zusammen. Bereits bewilligte Städtebaufördermittel in Höhe von 14,5 Millionen Euro bilden den größten Teil. Weitere Zuschüsse des Landes Mecklenburg‑Vorpommern ergänzen die Finanzierung, um das Projekt vollständig abzusichern und die Modernisierung der Sicherheitsinfrastruktur voranzutreiben.