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Abwärtstrend der Inzidenz hält an: Omikron breitet sich aus

Der Abwärtstrend bei der Sieben-Tage-Inzidenz der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen im Nordosten hält an. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Mittwoch wurden zuletzt 254,4 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner gemeldet. 94 der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten waren demnach mit Covid-Patienten belegt und damit vier mehr als am Vortag.

Das Lagus meldete 934 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es demnach 1252. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche laut Lagus bei 394,2. Allerdings sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar, weil an und zwischen den Feiertagen weniger Tests vorgenommen und Ergebnisse zum Teil mit Verzögerung weitergeleitet werden.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Mittwoch mit 321 angegeben, am Dienstag waren es noch zwölf mehr. Dem Landesamt wurden acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg auf 1472.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen je 100 000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen – wurde am Mittwoch mit 8,9 angegeben. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land den zweiten Tag in Folge wieder auf orange.

Landesweit gelten seit Dienstag allerdings die Maßnahmen der höchsten Warnstufe: Rot+. “Der Meldeverzug bei den neu gemeldeten Fällen über die Feiertage darf nicht über die tatsächliche angespannte Infektionslage im Land hinwegtäuschen”, hatte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erklärt. Man müsse von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens ausgehen. Bereits am Montag waren Corona-Maßnahmen verschärft worden, so dass die Anpassung der Ampelstufe am Vortag kaum konkrete Folgen im Alltag der Menschen hat. Experten gehen von einem Anstieg der Infektionszahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus aus.

Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden bisher 47 Omikron-Fälle im Nordosten registriert. Es seien nunmehr alle Landkreise und die Stadt Rostock betroffen, allein dort gebe es 27 nachgewiesene Fälle der neuen Variante. “Es zeigt sich die hohe Dynamik von Omikron und die nachgeholten Sequenzierungen von Weihnachten”, hieß es.

Seit Montag müssen in Mecklenburg-Vorpommern Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen flächendeckend geschlossen bleiben.

Laut Robert Koch-Institut sind 72 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,4 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 33,8 Prozent.

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