Mittwoch, 30.November 2022
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Bauernverband: Lage wegen Schweinepest extrem angespannt

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist aus Sicht der Bauern im Nordosten weiterhin eine Gefahr.

“Nur der Tatsache, dass die schweinehaltenden Betriebe im Land die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Anlagen stringent einhalten, ist es zu verdanken, dass bislang nur zwei ASP-Fälle in Hausschweinbeständen in MV aufgetreten sind”, hieß es vom Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Fast ein Jahr nach den ersten Funden sei die Lage hierzulande weiter extrem angespannt.

Die Folgen für die Tierhalter in Deutschland beschreibt der Verband als dramatisch. “Aufgrund tierseuchen-rechtlicher Restriktionen verblieben überschwere Tiere in unserem Land in den Ställen und wurden nicht geschlachtet”, hieß es. Obwohl das Fleisch vor einem Export aus den Sperrzonen klinisch und virologisch untersucht wird und daher sicher sei, ist die Vermarktung und der Verkauf den Angaben nach mit zu hohem Aufwand und Kosten verbunden. Halter und nachgelagerte Unternehmen leiden daher sehr unter den staatlich verordneten Eindämmungsmaßnahmen.

Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern appellierte daher an den Bund, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, um die Situation für die Betroffenen erträglicher zu machen. Ein Vorschlag sei, dass Bund und Länder ein Ankaufprogramm für Fleisch aus den ASP-Zonen aufsetzen. Aus ihrer Sicht ist der Staat verpflichtet, die Schäden auszugleichen, die durch die Maßnahmen bei Betrieben entstanden sind.

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