Samstag, 03.Dezember 2022
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Es wird wieder teurer: Tankrabatt und 9-Euro-Ticket laufen heute aus

Günstige Nahverkehrstickets für das ganze Land, eine deutliche Steuersenkung für Sprit: Mit dem ersten Energiepreis-Schock kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs war plötzlich vieles möglich. Doch damit ist jetzt Schluss. Ob und in welcher Form es in der Zukunft ein ähnliches Ticket geben wird, ist noch offen.

Mobilität wird für viele Menschen in Deutschland wieder deutlich teurer. In der Nacht auf Donnerstag laufen sowohl das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn als auch der sogenannte Tankrabatt aus, eine Senkung der Energiesteuern auf Kraftstoffe auf das in der EU zulässige Mindestmaß. Die beiden Maßnahmen hatte die Bundesregierung beschlossen, um Bürgerinnen und Bürger angesichts hoher Energiepreise vorübergehend zu entlasten. Die Preise für Benzin und Diesel dürften mit dem Ende des Tankrabatts wieder deutlich steigen – wann und wie sehr ist aber noch unklar. “Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen sicher eine Mischung aus hohen und niedrigen Preisen sehen”, sagt Jürgen Albrecht, Spritpreis-Experte beim ADAC. Schon jetzt seien die Preisunterschiede je nach Region und Tageszeit teils im zweistelligen Centbereich. “Das wird zunächst eher noch mehr werden.”

Beim 9-Euro-Ticket ist die Bilanz vieler Akteure und Experten deutlich positiver. Die Resonanz in der Bevölkerung war groß: 52 Millionen Tickets wurden nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) verkauft, hinzu kommen 10 Millionen günstigere Abos.

Ab dem 1. September werden für Monatskarten wieder die alten, meist deutlich höheren Preise fällig. In naher Zukunft drohen zudem weitere Erhöhungen: Hohe Kosten für Strom und Diesel belasten auch viele Verkehrsunternehmen – und dürften in vielen Fällen auf die Fahrpreise durchschlagen. In manchen Regionen sind Aufschläge von 3, 4 oder knapp 5 Prozent bereits beschlossene Sache. Anders als beim Tankrabatt ist beim 9-Euro-Ticket die Diskussion um eine Nachfolgeregelung längst in vollem Gange – als 29-, 49- oder 69-Euro-Ticket zum Beispiel. Knackpunkt ist aber weniger der Preis als die Finanzierung: Denn die Länder fordern vor allem eine Verbesserung des Grundangebots im Nahverkehr: mehr Infrastruktur, mehr Personal, mehr Fahrzeuge. Und dafür braucht es: mehr Geld.

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