Nordwestmecklenburg erlebt am Montagmorgen einen der gefährlichsten Wintertage dieses Jahres. Eisregen, überfrierende Nässe und frischer Schneefall sorgen seit den frühen Stunden für massive Einschränkungen im Verkehr. Die Straßen sind vielerorts spiegelglatt, Rettungskräfte sprechen von einer angespannten Lage.
Zahlreiche Unfälle durch spiegelglatte Straßen
Landesweit wurden rund 50 witterungsbedingte Unfälle gemeldet – ein Schwerpunkt liegt auch im westlichen Landesteil. Polizei und Rettungsdienste warnen eindringlich vor den gefährlichen Bedingungen. Besonders tückisch ist die Kombination aus gefrierendem Regen und bereits vereisten Fahrbahnen, die selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten zu Kontrollverlust führen kann. Die Behörden raten, Autofahrten möglichst zu vermeiden.
Busverkehr eingeschränkt – Schulen reagieren flexibel
Auch der öffentliche Nahverkehr ist stark betroffen. Mehrere Buslinien in Nordwestmecklenburg starten verspätet oder fallen komplett aus. Für Schulen im Landkreis gelten besondere Regelungen: Je nach Lage kommt es zu Unterrichtsausfällen, und Eltern können selbst entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar und sicher ist. Viele Einrichtungen informieren kurzfristig über ihre Kanäle.
Neuer Schneefall verschärft die Lage
Der Wintereinbruch setzt sich im Laufe des Vormittags fort. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit weiterem Schneefall von bis zu zehn Zentimetern. Durch den kräftigen Ostwind sind zudem Schneeverwehungen möglich – besonders auf freien Strecken zwischen den Dörfern und entlang der Küste. Sichtbehinderungen und plötzlich auftretende Schneewälle können die Verkehrssituation zusätzlich verschärfen.
Räumdienste im Dauereinsatz
Die Räum- und Streudienste sind seit der Nacht im Dauereinsatz, dennoch bleibt die Lage angespannt. Die Mischung aus Eisregen, Frost und Neuschnee erschwert die Arbeit erheblich. Immer wieder bilden sich neue glatte Stellen, die nur schwer dauerhaft zu sichern sind. Die Einsatzkräfte bitten um Geduld und appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, sich defensiv zu verhalten.
Ein Wintertag mit Ausnahmesituation
Nordwestmecklenburg steht damit vor einem Tag, der viele Bereiche des öffentlichen Lebens beeinträchtigt. Ob im Straßenverkehr, im ÖPNV oder im Schulbetrieb – das Extremwetter fordert Geduld, Vorsicht und flexible Lösungen. Wie lange die Lage angespannt bleibt, hängt von der weiteren Entwicklung der Niederschläge ab.