Knapp vier Monate nach einem Brand in der Grundschule Lübow im Landkreis Nordwestmecklenburg hat die Staatsanwaltschaft Schwerin Anklage gegen einen 66 Jahre alten Mann erhoben. Ihm wird schwere Brandstiftung vorgeworfen. Der Beschuldigte sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.
Das Feuer war in einem Verbindungsflur zwischen der Sporthalle und dem eigentlichen Schulgebäude ausgebrochen. Nach dem Stand der Ermittlungen soll der heute 66-Jährige den Brand gelegt haben. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Der entstandene Sachschaden war jedoch erheblich und wird auf rund 300.000 Euro geschätzt.
Mann kurz nach dem Brand festgenommen
Die Ermittler nahmen den Tatverdächtigen bereits kurze Zeit nach dem Feuer fest. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Mit der Anklage wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann nun schwere Brandstiftung vor. Ob sich der Vorwurf bestätigt, muss das Gericht klären. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt der Angeklagte als unschuldig.
Prozess soll in Wismar stattfinden
Über den Fall soll am Amtsgericht Wismar verhandelt werden. Ein Termin für den Prozess wurde zunächst nicht genannt.
Im Mittelpunkt des Verfahrens dürfte neben dem konkreten Ablauf auch die Frage stehen, wie und unter welchen Umständen das Feuer in dem Verbindungsgang zwischen Sporthalle und Schulgebäude gelegt wurde. Der Brand hatte an der Grundschule in Lübow einen Schaden von etwa 300.000 Euro hinterlassen. Dass bei dem Feuer niemand verletzt wurde, verhinderte noch schwerwiegendere Folgen.