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Gedenken an Mauer- und Grenzopfer während deutscher Teilung

Mit einer Kranzniederlegung an der Tafel für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft am Demmlerplatz in Schwerin wird am Samstag der Toten an Mauer und innerdeutscher Grenze gedacht. Anlass ist der 61. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961.

“Die vollständige Schließung der Grenze zwischen Ost- und Westberlin sowie der innerdeutschen Grenze bedeutete einen tiefen Einschnitt im Leben vieler Menschen”, sagte die Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anne Drescher, am Freitag. Ihre Behörde lädt zusammen mit der Landeshauptstadt Schwerin und der Landeszentrale für politische Bildung zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung am früheren Stasi-Gefängnis ein.

Nach den Worten von Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale, wirken die Konsequenzen von Verfolgung und Unterdrückung bei Betroffenen und Angehörigen bis heute fort. “Wir gedenken und erinnern an die Opfer der Grenze und an die mutigen Menschen, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um in Freiheit zu leben”, sagte er.

Allein an dem 231 Kilometer langen Grenzabschnitt in Mecklenburg zwischen Pötenitz und Lütgenwisch starben den Angaben zufolge mehr als 30 Menschen. Mindestens 174 kamen bei Fluchtversuchen über die Ostsee um. Die Bundesregierung gibt die Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer mit mindestens 140, an der insgesamt 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze mit mindestens 260 an. Es dürfe nicht vergessen werden, wie viel Leid, Unrecht und persönliche Entbehrungen den Menschen zu DDR-Zeiten widerfahren ist, betonte Schwerins Stadtpräsident Sebastian Ehlers (CDU).

Die FDP-Landtagsabgeordnete Sabine Enseleit nahm den Jahrestag des Mauerbaus zum Anlass, die Forderung nach einer konsequenten Aufarbeitung des SED-Regimes zu erneuern. “Noch heute äußern sich linke Ministerinnen in unserem Land öffentlich dazu, dass die DDR kein Unrechtsstaat gewesen sei. Darum ist es wichtig, dass wir die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels unserer Geschichte weiter vorantreiben”, erklärte Enseleit. Dies müsse in den Schulen aber auch in der Gesellschaft erfolgen.

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