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Hochschule Wismar baut Kooperationen in Uruguay aus

Die Hochschule Wismar hat bei einem mehrtägigen Besuch in Uruguay wichtige Schritte für neue internationale Partnerschaften unternommen. Im Mittelpunkt der Reise standen Gespräche mit der Universidad Tecnológica (UTEC), der Universidad Católica de Uruguay und der Universidad de Montevideo. Ziel ist es, das Netzwerk der Hochschule in Südamerika angesichts aktueller MERCOSUR‑Entwicklungen deutlich zu erweitern.

Austausch, Forschung, gemeinsame Projekte

Für die Hochschule reisten Prof. Dr. Andreas Ahrens, Prodekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, sowie Prof. Dr. Gunnar Prause, Direktor des European Project Centers (EPC), nach Montevideo und Fray Bentos. Neben Treffen mit den Universitäten stand auch ein Austausch in der deutschen Botschaft auf dem Programm. Dort wurden Chancen für europäisch‑südamerikanische Hochschulkooperationen im Zuge des neuen MERCOSUR‑Abkommens diskutiert.

Beide Vertreter zeigten sich beeindruckt vom Interesse der uruguayischen Hochschulen. Besonders der Studierendenaustausch soll ab 2027 starten. Spanischkenntnisse seien hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Auch für gemeinsame Forschungsprojekte sieht die Hochschule großes Potenzial – vor allem in den Bereichen erneuerbare Energien, Materialien, Logistik und Dienstleistungen.

Kooperationsvertrag mit UTEC wird umgesetzt

Der bereits 2025 geschlossene Vertrag mit der UTEC soll nun mit konkreten Aktivitäten gefüllt werden. Geplant ist unter anderem eine gemeinsame Teilnahme an der IEEE‑Konferenz URUCON 2026 in Montevideo sowie an der IIPhDW‑Konferenz 2027 in Wismar. Weitere Kooperationsverträge mit der Universidad Católica de Uruguay und der Universidad de Montevideo sind für 2026 vorgesehen.

Hintergrund: MERCOSUR und neue EU‑Förderchancen

Der Besuch fällt in eine Phase neuer Dynamik zwischen der EU und dem MERCOSUR‑Staatenbund. Nachdem Uruguay und Argentinien den wirtschaftlichen Teil des Freihandelsabkommens ratifiziert haben, ist dieser vorläufig in Kraft. Hochschulen rechnen ab der EU‑Finanzierungsperiode 2028 mit deutlich höheren Budgets für internationale Projekte in der Region.

Uruguay gilt dabei als besonders attraktiver Partner: politisch stabil, wirtschaftlich solide und ein Vorreiter bei nachhaltiger Entwicklung. Fast der gesamte Strom des Landes stammt aus erneuerbaren Energien.

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