Die geplante Containeranlage für die Kreismusikschule Nordwestmecklenburg kommt voraussichtlich nicht. Die Kreisverwaltung will den bereits gefassten Beschluss zurückziehen und stattdessen zwei bestehende Immobilien in Wismar als Übergangsstandorte nutzen. Vorgesehen sind das Kinder‑ und Jugendfreizeitzentrum in der Friedrich‑Techen‑Straße sowie das DRK‑Gebäude in der Hans‑Grundig‑Straße. Beide Objekte befinden sich im Eigentum der Stadt.
Um in den Gebäuden ausreichend Platz zu schaffen, sollen Teile der Angebote des Freizeitzentrums in die Räume des ehemaligen Filmbüros MV umziehen. Das Filmbüro hatte zum Jahreswechsel seinen Betrieb eingestellt und steht seitdem leer.
Sanierungsdruck auf das historische Musikschulgebäude
Hintergrund der Umzugspläne ist der Zustand des bisherigen Musikschulstandorts. Die Stadt Wismar hatte im Sommer angekündigt, das rund 120 Jahre alte Backsteingebäude ab September 2027 nicht länger kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Der Brandschutz könne dann nicht mehr gewährleistet werden, zudem sei eine umfassende Sanierung notwendig.
Die zunächst favorisierte Containerlösung auf dem Gelände des Berufsschulzentrums in der Mozartstraße hätte rund drei Millionen Euro gekostet. Eltern und Musikschüler hatten diese Variante deutlich kritisiert – unter anderem wegen der Kosten, der räumlichen Qualität und der befürchteten langen Nutzungsdauer.
Elternvertreter erleichtert – Entscheidung im März
Die nun vorgeschlagene Übergangslösung sorgt bei der Elternvertretung für spürbare Erleichterung. Bevor der Kreistag endgültig entscheidet, wird die Vorlage in mehreren Fachausschüssen beraten. Die abschließende Entscheidung ist für Anfang März vorgesehen.