Auch nach der Kreistagssitzung am Donnerstagabend bleibt es beim bisherigen Plan: Die Kreismusikschule des Landkreises Nordwestmecklenburg soll zunächst für mehrere Jahre übergangsweise untergebracht werden, bevor sie an ihren endgültigen Standort zieht. Ein Vorstoß der LUL/PIRATEN‑Fraktion, diesen Weg zu verkürzen und die Musikschule dauerhaft im DRK‑Gebäude im Wismarer Stadtteil Friedenshof anzusiedeln, fand keine Mehrheit.
Antrag der LUL/PIRATEN scheitert im Kreistag
Die Fraktion hatte ihren Antrag mit einer neuen Bewertung der Standortoptionen begründet. Nach eigenen Berechnungen sei die langfristige Nutzung des ehemaligen DDR‑Kindergartens am Friedenshof mehrere Millionen Euro günstiger als die bisher geplante Lösung. Die Abgeordneten argumentierten, dass ein direkter Umzug wirtschaftlicher und organisatorisch sinnvoller wäre. Der Kreistag folgte dieser Einschätzung jedoch nicht und lehnte den Antrag ab.
Übergangslösung bleibt bestehen
Damit bleibt es bei der bisherigen Planung: Die Kreismusikschule soll zunächst in das aktuelle Gebäude des Kinder‑ und Jugendzentrums Wismar umziehen. Diese Übergangslösung wird von der Mehrheit der Kreistagsmitglieder weiterhin als beste und praktikabelste Variante angesehen. Sie soll die Zeit überbrücken, bis der endgültige Standort der Musikschule bezugsfertig ist.
Diskussion über Kosten und Perspektiven
Die Debatte im Kreistag machte deutlich, dass die Frage der künftigen Unterbringung der Kreismusikschule weiterhin politisch sensibel ist. Während die LUL/PIRATEN‑Fraktion auf langfristige Einsparpotenziale verwies, betonte die Mehrheit die Vorteile der bereits beschlossenen Übergangslösung. Die Verwaltung hält an ihrem bisherigen Zeitplan fest.