Trotz eines Streikaufrufs, der auch die Straßenmeistereien im Land betrifft, werden die Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern wie gewohnt vom Winterdienst geräumt. In einer ersten Lageeinschätzung stellte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr nach eigenen Angaben fest, dass der entsprechende Winterdienst im gesamten Bundesland sichergestellt ist.
Die rund 6.300 Kilometer Straßen, davon etwa 2.000 Kilometer Bundesstraßen, circa 3.300 Kilometer Landesstraßen und mehr als 1.000 Kilometer Kreisstraßen würden wie gewohnt betreut.
Warnung am Vorabend
Am Mittwochabend hatte die Landesbehörde vor glatten Straßen gewarnt als Folge eines möglichen Personalausfalls wegen des Streikaufrufs. Die Arbeitnehmervertretung habe die Bediensteten der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für heute zum Streik aufgerufen. Hintergrund sind demnach die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.
Mögliche personelle Engpässe sollten demnach so gut wie möglich mit Fremdfirmen kompensiert werden. Nach Aussage eines Behördensprechers wird ein Teil der Räumung sowieso schon an Privatfirmen übertragen.
Auch Protestaktion von Landwirten an mehreren Autobahnauffahrten im Land haben nach ersten Polizeiangeben nicht nennenswert den Verkehr behindert. Die Aktion richtet sich gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Mercosur-Verbund. Den behördlichen Auflagen zufolge dürfen Autobahnauffahrten nicht blockiert werden.