Donnerstag, 21.Oktober 2021

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Nach Stralsunder Impfpanne: Ermittlungs-Ausweitung möglich

Wegen der Corona-Impfpanne in einem Stralsunder Pflegeheim könnten die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft auch auf weiteres medizinisches Personal ausgeweitet werden.

Bisher waren Strafanzeigen gegen einen Arzt eingegangen. Er hatte Ende Dezember acht Mitarbeitern die fünffache Dosis des Impfstoffs gegen das Sars-CoV-2-Virus gespritzt. Irgendwer müsse die Impfungen auch vorbereitet haben, etwa eine Krankenschwester, sagte der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft, Martin Cloppenburg, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Man verschaffe sich derzeit noch einen Überblick, wer involviert war.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Es waren zwei Anzeigen von nicht betroffenen Menschen eingegangen. Bislang gebe es allerdings keinerlei Strafanträge von den direkt Betroffenen. Solche Anträge seien normalerweise Voraussetzung für eine Strafverfolgung, erklärte Cloppenburg. In besonderen Fällen könne die auch ohne derartige Anträge erfolgen. Es müsse zudem noch geklärt werden, inwiefern die Empfänger der zu hohen Impfdosen tatsächlich geschädigt wurden. Ob es zu einer Anklage komme, werde frühestens Ende des ersten Quartals entschieden.

Nach dem Vorfall waren vier der Betroffenen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Nach wenigen Tagen waren jedoch alle wieder entlassen worden. Einige hatten danach noch von Schmerzen und Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, allgemeiner Schwäche und leichtem Schwindel berichtet. Laut einem Zeitungsbericht sind mittlerweile sechs Menschen symptomfrei, während sich der Zustand eines verschlechtert haben soll. Ein möglicher Zusammenhang mit dem Vorfall sei jedoch völlig unklar, wird Landrat Stefan Kerth (SPD) zitiert.

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