Mittwoch, 01.April 2026
11.8 C
Wismar

anzeige

informationen unserer partner

... schon entdeckt?

Das könnte dich auch interessieren

inside

news aus deinem programm

audio.news+

die themen aus der redaktion

Pressekonferenz in Wismar: Experten sehen für Buckelwal keine Überlebenschance mehr

Am Mittwochmittag haben Experten in Wismar erstmals ausführlich zur Lage des gestrandeten Buckelwals „Timmy“ Stellung genommen. Die Polizei hat inzwischen eine großräumige Sperrzone am Ufer der Bucht eingerichtet, in der das Tier festliegt. Schaulustige und Medienvertreter mussten mehrere Hundert Meter zurückweichen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums soll damit verhindert werden, dass Menschen dem geschwächten Wal zu nahe kommen – besonders jetzt, da die Insel Poel wegen der Ferienzeit stark besucht ist.

Experten: „Keine Aktivität, die Anlass zur Hoffnung gibt“

Die Fachleute machten deutlich, dass sich Timmys Zustand weiter verschlechtert hat. Der Wal atme nur noch etwa alle vier Minuten und reagiere nicht mehr auf die Paddel der Boote, die sich ihm vorsichtig genähert hatten. Es gebe keinerlei Anzeichen für eine mögliche Erholung. Nach Einschätzung der beteiligten Organisationen ist der Wal zu schwach, um sich aus eigener Kraft zu befreien.

„Wieder zu animieren wäre Tierquälerei“

Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum erklärte, der Wal liege inzwischen deutlich freier, doch das sinkende Wasser und die ungünstige Position verschlechterten die Lage weiter. Ein Versuch, das Tier erneut zu motivieren oder zu bewegen, wäre aus seiner Sicht „reine Tierquälerei“. Auch Sea Shepherd sprach sich dafür aus, dem Wal Ruhe zu lassen, damit er in Würde sterben könne.

Backhaus: „Ein sehr emotionaler Tag“

Umweltminister Till Backhaus zeigte sich sichtlich betroffen. Seit dem 23. März habe sich der Wal insgesamt viermal festgelegt. Internationale Experten, darunter Fachleute aus Island, seien konsultiert worden. Alle hätten bestätigt, dass die bisherigen Maßnahmen richtig gewesen seien. Backhaus betonte, dass Timmy zu keinem Zeitpunkt zu etwas gezwungen worden sei. Dem Tier seien bereits 50 bis 60 Meter Netz entfernt worden, doch unklar sei, wie viel Material sich noch im Körper befinde.

Ausblick: Experten begleiten den Wal bis zum Ende

Die Einsatzkräfte und Fachleute bleiben weiterhin vor Ort und beobachten den Wal rund um die Uhr. Auch wenn die Prognose eindeutig ist, wollen sie sicherstellen, dass Timmy nicht gestört wird und seine letzten Stunden in Ruhe verbringen kann. Eine aktive Rettung gilt inzwischen als ausgeschlossen.

lass' uns dir doch helfen

Mit einem Stichwort oder auch nur einem Namen findest du, wonach du suchst

Unser gesamtes Archiv mit tausenden Artikeln, Beiträgen und zahlreichen Informationen steht dir bei der Suche zur Verfügung. Dabei stehen dir alle Bereiche wie z.B. Politik, Sport, Wirtschaft oder Rostock, Schwerin, Wismar zur Verfügung.