Der Tag der Städtebauförderung ist ein bundesweiter Aktionstag, der seit 2015 jährlich stattfindet. Ziel ist es, die Erfolge der Stadtentwicklung sichtbar zu machen und Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung ihrer Lebensräume einzubeziehen. Auch Wismar beteiligt sich am 9. Mai 2026 erneut und nutzt den Tag, um zentrale Projekte vorzustellen und Einblicke in laufende wie abgeschlossene Maßnahmen zu geben.
Fokus 2026: Soziale Infrastruktur und Sportstätten
In diesem Jahr stehen in Wismar vor allem Projekte im Mittelpunkt, die das soziale Miteinander stärken und die Lebensqualität in den Stadtteilen verbessern. Besonders sichtbar wird dies an drei großen Bausteinen der Sport‑ und Sozialinfrastruktur.
Die Stadthalle, nach jahrelanger Sanierung energetisch modernisiert und barrierefrei umgebaut, bildet das Herzstück der diesjährigen Präsentationen. Sie soll künftig als multifunktionales Zentrum für Sport, Kultur und Veranstaltungen dienen. Ergänzt wird dies durch zwei weitere Projekte: das sanierte PSV‑Stadion an der Lübschen Straße sowie die neue Dreifeldhalle an der Käthe‑Kollwitz‑Promenade, in der auch das Kunstwerk „Ballwechsel“ eingeweiht wurde. Gemeinsam zeigen sie, wie Städtebauförderung Bewegung, Gesundheit und Begegnung im urbanen Raum stärkt.
Bürgerbeteiligung als Grundprinzip
Der Aktionstag ist bewusst kein reiner Festakt. Die Stadtverwaltung setzt auf offene Türen, Gespräche und Rückmeldungen. Besucherinnen und Besucher können sich über abgeschlossene Maßnahmen informieren, aber auch über künftige Vorhaben wie die Weiterentwicklung des Werftquartiers oder die fortlaufende Altstadtsanierung. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bleibt ein zentrales Element der Städtebauförderung – von der Planung über die Umsetzung bis zur langfristigen Nutzung.
Fördermittel als Motor der Stadtentwicklung
Wismar gilt seit der Wiedervereinigung als eines der erfolgreichsten Beispiele für Städtebauförderung in Deutschland. Der UNESCO‑Welterbestatus hat zusätzliche Impulse gesetzt, doch ohne Programme wie „Lebendige Zentren“ oder „Sozialer Zusammenhalt“ wären Großprojekte wie die Stadthalle, die Sanierung ganzer Quartiere oder die Modernisierung von Sportstätten für den kommunalen Haushalt kaum zu stemmen. Die Fördermittel von Bund und Land ermöglichen Investitionen, die weit über kosmetische Verbesserungen hinausgehen und langfristige Strukturen schaffen.
Ein Tag, der zeigt, wie Wismar wächst
Der Tag der Städtebauförderung macht sichtbar, wie sich Wismar weiterentwickelt – sozial, kulturell und städtebaulich. Er zeigt, wie Fördergelder eingesetzt werden, welche Projekte bereits abgeschlossen sind und welche Herausforderungen noch bevorstehen. Vor allem aber bietet er den Menschen der Stadt die Möglichkeit, mitzuwirken und die Zukunft ihrer Quartiere aktiv mitzugestalten.