Das Wismarer Hafenfest hat am vergangenen Wochenende erneut zehntausende Besucherinnen und Besucher an die Kaikanten des Alten Hafens gelockt.
Nach dem traditionellen Fassumzug zum Auftakt bot die maritime Festmeile ein dichtes Programm, das beim Publikum insgesamt auf sehr positive Resonanz stieß. Besonders die sportlichen Höhepunkte auf dem Wasser sorgten für Begeisterung. Das Drachenbootrennen und die amüsante Fassregatta am Sonntag erwiesen sich als echte Publikumsmagneten.
Großen Anklang fand auch die Aktion Open Ship, bei der Gäste historische Traditionsschiffe wie den Toppsegelschoner Albatros und das Feuerschiff Elbe 1 betreten konnten. Drei Live‑Bühnen mit Shantychören und moderner Musik rundeten die maritime Atmosphäre ab, die viele als stimmungsvoll und familienfreundlich beschrieben.
Kritik an gestiegenen Preisen
Neben der ausgelassenen Stimmung waren in diesem Jahr jedoch auch deutlich kritischere Stimmen zu hören. Ein dominierendes Thema auf der Festmeile waren die spürbar gestiegenen Preise an den insgesamt 87 Ständen. Viele Gäste äußerten Unmut darüber, dass für Fischbrötchen, Bratwurst oder Cocktails im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr bezahlt werden musste. Die Teuerung trübte für einige Besucherinnen und Besucher das Gesamterlebnis, auch wenn das Festprogramm selbst überwiegend positiv bewertet wurde.
Wetterkapriolen und fehlende Traditionsschiffe
Das wechselhafte Wetter am Samstag beeinflusste die Bilanz zusätzlich. Kräftige Sturmböen und plötzliche Regenschauer leerten die Festmeile zeitweise, bevor sich der Hafen pünktlich zum abendlichen Höhenfeuerwerk wieder füllte. Ein weiterer Wermutstropfen für maritime Fans war das Fehlen der Poeler Kogge Wissemara. Wegen fehlender Fahrgenehmigungen konnte das Schiff nicht am Fest teilnehmen und wurde im Hafenbecken schmerzlich vermisst.
Insgesamt positives Fazit
Trotz einzelner Kritikpunkte fällt das Gesamtfazit der Besucherinnen und Besucher überwiegend positiv aus. Die Mischung aus maritimer Tradition, sportlichen Wettbewerben und musikalischem Programm sorgte für ein lebendiges Festwochenende, das die besondere Atmosphäre des Alten Hafens eindrucksvoll zur Geltung brachte.