In Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg müssen sich Verkehrsteilnehmer in den kommenden Wochen auf erhebliche Behinderungen einstellen. Mehrere Großbaustellen auf zentralen Verkehrsachsen führen zu Verzögerungen, langen Umwegen und teils vollständigen Sperrungen. Während die Straßenbauarbeiten die Region stark belasten, kündigt sich im öffentlichen Nahverkehr parallel eine organisatorische Neuerung an.
Vollsperrung an der Raddingsdorfer Kreuzung
Besonders betroffen ist der Raum Schönberg. An der Raddingsdorfer Kreuzung, dem wichtigen Knotenpunkt der Landesstraßen L 01 und L 02, hat in dieser Woche eine dringende Durchlasserneuerung begonnen. Für die Arbeiten musste der nördliche Teil der Kreuzung in Richtung Schönberg vollständig gesperrt werden, was den Verkehrsfluss im gesamten Umfeld deutlich beeinträchtigt.
B 104 bleibt ein Nadelöhr der Region
Auch die Bundesstraße 104 sorgt weiterhin für große Einschränkungen. Der Abschnitt zwischen Roduchelstorf und Rehna bleibt wegen einer umfassenden Fahrbahnerneuerung voll gesperrt. Die Maßnahme wirkt sich direkt auf den Fernverkehr aus, da die A20‑Anschlussstelle Schönberg in Fahrtrichtung Rostock im Zuge der Arbeiten nicht nutzbar ist. Autofahrer werden dringend gebeten, die ausgeschilderten großräumigen Umleitungen zu nutzen, um den Verkehr nicht zusätzlich zu belasten.
Wismar bereitet sich auf Osttangenten-Sanierung vor
Ein noch größerer Engpass kündigt sich in Wismar selbst an. Ende August beginnt die lang erwartete Sanierung der Osttangente, einer der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. Die Arbeiten werden rund neun Wochen dauern und gehen mit weitreichenden Vollsperrungen sowie umfangreichen Umleitungen im gesamten Stadtgebiet einher. Die Stadt rechnet mit deutlichen Auswirkungen auf den Berufsverkehr und den innerstädtischen Transport.
Neuer Name für wichtige Buslinien
Auch im öffentlichen Nahverkehr steht eine Veränderung bevor. Der Verkehrsbetrieb NAHBUS bereitet zum Start des neuen Schuljahres am 24. August eine Umstrukturierung vor. Im Rahmen einer landesweiten Qualitätsoffensive werden die bekannten Linien 240, 245 und 330 künftig unter dem Namen „Regiobus MV“ fahren. Ziel ist ein einheitliches Erscheinungsbild für den regionalen Taktverkehr in Mecklenburg‑Vorpommern.