Sieben Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg‑Vorpommern festigt die AfD ihren Spitzenplatz. Laut einer aktuellen Forsa‑Umfrage kommt die Partei auf 37 Prozent und liegt damit deutlich vor der regierenden SPD. Noch im Januar hatte eine NDR‑Erhebung gezeigt, dass die Sozialdemokraten den Abstand auf zehn Punkte verkürzen konnten. Nun fällt die SPD wieder zurück und erreicht 23 Prozent – der Abstand wächst damit auf 14 Punkte. Dahinter folgt die CDU mit 13 Prozent.
Linke stabil, BSW und Grüne schwächer
Knapp hinter der CDU liegt die Linke mit 11 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 5 Prozent und würde damit nur knapp in den Landtag einziehen. Die Grünen verpassen mit 4 Prozent den Wiedereinzug, die FDP bleibt mit 2 Prozent ebenfalls unter der Fünf‑Prozent‑Hürde.
Auswirkungen auf mögliche Koalitionen
Die derzeitige rot‑rote Koalition hätte laut Umfrage keine Mehrheit mehr. Auch die AfD könnte trotz deutlichem Vorsprung keine Alleinregierung bilden. Rechnerisch ergäbe sich eine stabile Mehrheit nur für eine Dreier‑Konstellation aus SPD, CDU und Linke.
Vergleich mit bundesweiten Trends
Im bundespolitischen Vergleich schneiden einige Parteien im Nordosten schwächer ab. Während das BSW bundesweit bei rund sieben Prozent liegt und die Grünen bei etwa sechs Prozent, bleiben beide in Mecklenburg‑Vorpommern darunter. Die FDP bewegt sich sowohl im Land als auch im Bund im unteren Bereich.
Hintergrund zur Erhebung
Für die Umfrage wurden zwischen dem 9. und 16. Februar insgesamt 1.003 Wahlberechtigte in Mecklenburg‑Vorpommern telefonisch und online befragt. Forsa gibt an, dass die Erhebung repräsentativ sei.