Auf der Bahnstrecke zwischen Wismar und Schwerin kam es am Freitagvormittag zu einem gefährlichen Zwischenfall. Ein Triebfahrzeugführer der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft musste eine Notbremsung einleiten, nachdem sich Personen im Gleisbereich befanden. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei.
Der Zug kam zwischen dem Bahnübergang Klußer Damm und der Brücke am Jungfernteich zum Stehen. Die Strecke musste daraufhin rund eine Stunde lang gesperrt werden. Die Folgen für den Bahnverkehr waren deutlich spürbar: Zwei Züge fielen komplett aus, zwei weitere konnten nicht bis Wismar fahren und mussten nach Schwerin zurückkehren. Ein weiterer Zug erreichte sein Ziel mit etwa 40 Minuten Verspätung.
Die Bundespolizeiinspektion Rostock hat inzwischen ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Wer sich unerlaubt im Gleis aufhält, bringt nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern gefährdet auch Fahrgäste und Personal. Wie viele Personen sich im Gleis befanden und warum sie dort unterwegs waren, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen laufen.