Der Krankenstand im Landkreis Nordwestmecklenburg ist 2025 stabil geblieben – aber auf hohem Niveau. DAK‑versicherte Beschäftigte fehlten im vergangenen Jahr durchschnittlich 24 Kalendertage. Das geht aus einer aktuellen Analyse der DAK‑Gesundheit hervor, die alle Krankschreibungen ihrer Versicherten vom Berliner IGES‑Institut auswerten ließ.
Mit 6,5 Prozent liegt der Krankenstand exakt auf dem Vorjahresniveau. „Er hat sich auf einem hohen Level eingependelt“, sagt Laura Kiesel, Leiterin des DAK‑Servicezentrums in Wismar. Eine fundierte Ursachenforschung sei daher „richtig und notwendig“.
Atemwegsinfekte und psychische Erkrankungen folgen
Wie schon in den Vorjahren verursachten Muskel‑ und Skeletterkrankungen die meisten Ausfalltage:
460 Fehltage je 100 erwerbstätig Versicherte – leicht weniger als 2024.
Auf Rang zwei lagen Atemwegserkrankungen mit 443 Tagen, gefolgt von psychischen Erkrankungen mit 413 Tagen je 100 Versicherte.
Region leicht über Landesdurchschnitt
Im Landesvergleich liegt Nordwestmecklenburg etwas höher:
In Mecklenburg‑Vorpommern insgesamt fehlten DAK‑versicherte Beschäftigte 2025 durchschnittlich 23 Tage, im Landkreis waren es 24 Tage.
DAK sieht Potenzial im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Die Krankenkasse verweist auf große Chancen für Unternehmen, durch gezielte Prävention gegenzusteuern.
„Ein starkes betriebliches Gesundheitsmanagement schafft die Basis für gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeitende“, so Kiesel. Die DAK unterstütze Betriebe dabei, Belastungen zu reduzieren und nachhaltige Strukturen aufzubauen.