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Rettungsaktion für den Buckelwal: Tierärztin sieht Chancen – Arbeiten verzögern sich

Die Rettungsaktion für den seit mehr als zwei Wochen gestrandeten Buckelwal „Timmy“ geht am Freitag weiter – begleitet von neuen Einschätzungen, technischen Herausforderungen und wachsender Aufmerksamkeit vor Ort. Während die Helfer am Mittag erneut schweres Gerät in Stellung bringen, sorgt eine Tierärztin aus Föhr für vorsichtigen Optimismus.

Tierärztin: „Er hat eine reelle Chance“

Die Veterinärmedizinerin Janine Bahr van Gemmert, die vom Helferteam hinzugezogen wurde, betonte, dass die aktuellen Maßnahmen das Leid des Tieres nicht verlängerten. Sie habe den Wal mehrfach selbst begutachtet und sehe weiterhin Potenzial für eine erfolgreiche Rettung. Das Tierwohl stehe im Mittelpunkt aller Schritte. Van Gemmert widersprach der verbreiteten Forderung, den Wal „in Ruhe sterben zu lassen“. Ruhe gebe es an dieser Stelle nicht, sagte sie. Dem Team sei es gelungen, Kontakt zum Wal aufzunehmen. Aus ihrer Sicht habe Timmy „eine reelle Chance, zu überleben und dort wegzukommen“.

Rätsel um Timmys Irrweg

Noch immer ist unklar, warum sich der Buckelwal überhaupt in die Ostsee verirrte. Das Gewässer gilt als ungeeignet für seine Art. Timmy war Anfang März erstmals im Hafen von Wismar gesichtet worden und irrte anschließend weiter durch die Region. Auch die genaue Ursache seiner gesundheitlichen Probleme ist weiterhin nicht bekannt.

Mögliche Verzögerungen bei der Bergung

Wie die Ostsee‑Zeitung berichtet, könnte es am Freitag zu Unterbrechungen kommen. Ob noch am selben Tag mit dem Unterspülen des Wals begonnen wird, ist ungewiss. Das Rettungsteam nennt weiterhin keinen festen Zeitplan. Die Sprecherin der Initiative, Constanze von der Meden, erklärte, der Ablauf hänge letztlich vom Tier selbst ab. Das Team sei jedoch „guter Hoffnung“.

Wal war in Schlauchstück verfangen

Im Laufe des Tages wurde bekannt, dass sich Timmy in einem abgebrochenen Schlauchstück der Berieselungsanlage verfangen hatte, die ihn seit Tagen mit Ostseewasser besprüht. Die Tierärztin van Gemmert bestätigte, dass der Wal davon befreit wurde. Möglicherweise habe das Schlauchstück eine Hautläsion verursacht. Solche Verletzungen heilten im richtigen Salzwasser jedoch erfahrungsgemäß gut ab.

Rettungsinsel hält Abstand

Der Ponton, der als mobile Arbeitsplattform und „Rettungsinsel“ dient, war zeitweise bis auf rund 20 Meter an den Wal herangeschoben worden. Als Timmy jedoch erneut seine Schwanzflosse hob, zogen die Helfer das Gerät vorsichtig zurück. Derzeit wartet das Team in sicherer Entfernung, bis sich der Wal wieder beruhigt.

Immer mehr Schaulustige am Ufer

Am Absperrzaun in Kirchdorf haben sich im Laufe des Tages zahlreiche Schaulustige versammelt. Zwischen 30 und 40 Menschen beobachten die Arbeiten, viele mit Ferngläsern. Die Rettungsaktion hat sich zu einem öffentlichen Ereignis entwickelt, das die Aufmerksamkeit der Region auf sich zieht.

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