Für Mecklenburg-Vorpommerns Kurorte gibt es jetzt mehr Kategorien. Künftig wird etwa das Prädikat See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb in den Katalog der Anerkennungsarten aufgenommen. Die Abgeordneten des Schweriner Landtags stimmten in ihrer Sitzung mehrheitlich für eine entsprechende Gesetzesänderung.
Nachfrage im Gesundheitstourismus nimmt zu
Laut Landesregierung wächst im Tourismus die Nachfrage nach Angeboten von Prävention über Rehabilitation bis hin zur Pflege. Aber auch bei jüngeren Menschen und Familien werde der Fokus auf das Thema Gesundheit demnach stärker.
Die staatlich anerkannten Heilbäder, Kur- und Erholungsorte im Land seien touristische, medizinische und therapeutische Zentren. Sie seien geprägt durch die Nutzung natürlicher Heilmittel, Naturräume und der historischen Bädertradition.
Höhere Hürden für Tourismusorte
Die gesetzliche Neuregelung soll auch die Qualität touristischer Angebote im Land sichern und verbessern. Für die Kategorie des Tourismusortes werden die Zugangsvoraussetzungen verschärft. Künftig sollen Gemeinden hierfür mehr Voraussetzungen als bisher erfüllen. Dazu zählen etwa eine touristisch bevorzugte Lage, kulturelle Einrichtungen wie Museen oder Theater und Angebote für die Naherholung. Bisher genügt es, eine der Voraussetzungen zu erfüllen.
In MV gibt es bereits eine breite Palette an Prädikaten für Ferien- und Erholungsorte. Sie reichen vom Seeheilbad über den Kneipp-Kurort bis hin zum Kreide-, Mineral-, Moor-, Sole- und Thermal-Heilbad.
Niedersachsen als Vorbild
Niedersachsen hat den Angaben zufolge als erstes Bundesland Ende Mai 2025 das Nordsee- und Thalassoheilbad als neue Kategorie eingeführt. Laut Schweriner Landesregierung bietet auch die mecklenburgische Ostseeküste hervorragende Voraussetzungen für Thalasso. Hierfür müssen spezielle Programme mit natürlichen Heilkräften des Meeres, wie Salzwasser, Algen oder Kreide, angeboten werden.