Die Helfer haben am gesamten Freitag unter Hochdruck daran gearbeitet, die Bergung des gestrandeten Buckelwals vorzubereiten. Nach Informationen aus dem Einsatzteam soll am Samstag das Ponton, auf dem der Wal später in die Nordsee transportiert werden soll, erstmals direkt zu ihm gebracht werden. Der Wal soll das Konstrukt zunächst sehen und kennenlernen. Das Tempo bestimme allein das Tier, betonen die Beteiligten.
Pflege, Spülarbeiten und Vorbereitung der Luftkissen
Seine Haut wurde weiter behandelt, unter anderem mit Zinksalbe auf feuchten Tüchern. Taucher führten erste Spülarbeiten durch, um Schlick und Sand rund um den Wal zu lösen. Ziel ist es, Luftkissen unter dem Tier zu platzieren, die ihn leicht anheben sollen. Anschließend soll ein großes Transportnetz unter seinem Körper hindurchgezogen und an Pontons befestigt werden. Gelingt dieser Schritt, wäre der Weg aus der Ostsee in Richtung Nordsee und Atlantik frei.
Rettung wird am heutigen Samstag fortgesetzt
Nach Angaben aus dem Team soll der Wal am Samstag erstmals mit der Ponton-Konstruktion vertraut gemacht werden. Die Helfer wollen beobachten, wie das Tier auf das große Gerät reagiert. Die bisherigen Spülarbeiten dienten auch dazu, seine Reaktionen zu testen. Die Initiative bleibt optimistisch, betont aber, dass jeder Schritt vom Zustand des Tieres abhängt.
Weltweite Aufmerksamkeit für den Fall
Die Rettungsaktion hat inzwischen internationale Aufmerksamkeit erlangt. Medien aus mehreren Ländern berichten über den gestrandeten Wal, und in sozialen Netzwerken verfolgen Menschen weltweit die Entwicklungen. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rettung ist groß.
Diskussionen um Wal-Influencer Lehmann
Für zusätzliche Schlagzeilen sorgt der umstrittene YouTuber und selbsternannte „Wal-Flüsterer“ Robert Marc Lehmann. Er veröffentlichte am Freitagabend ein über einstündiges Video über die gescheiterte Rettungsaktion am Timmendorfer Strand, bei der er beteiligt war. Dort war er zuletzt in die Kritik geraten. Bei der aktuellen Rettung in Kirchdorf ist er nicht vor Ort.
DLRG unterstützt Einsatz
Am Abend traf die DLRG mit sechs Booten im Hafen von Kirchdorf ein. Sie soll am Samstag die Helfer im Wasser absichern und den Einsatz begleiten. Die Präsenz der Rettungskräfte unterstreicht die Komplexität und das Risiko der bevorstehenden Arbeiten.
Behandlung von Verletzungen und Hautproblemen
Nach Informationen aus dem Umfeld der Helfer hatte Timmy zeitweise leichte Blutungen an einer älteren Propellerverletzung. Diese seien inzwischen gestoppt. Die Haut des Wals wird weiterhin intensiv gepflegt. Neben den feuchten Tüchern kommen auch spezielle Salzlösungen zum Einsatz, die antiseptisch wirken und die Regeneration unterstützen sollen.