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Rettungsdrama um Buckelwal spitzt sich erneut zu – Bewegung, Stillstand, neue Maßnahmen

Am Montagabend hat sich die Lage um Buckelwal Timmy erneut dynamisch, aber widersprüchlich entwickelt. Zwischen kurzen Bewegungen in Richtung Fahrrinne und erneuten Phasen völliger Regungslosigkeit bleibt unklar, ob das Tier sich aus eigener Kraft befreien kann. Die Retter halten dennoch an ihrem ursprünglichen Plan fest und bereiten einen weiteren Rettungsversuch vor.

Schlepper blockiert falsche Route

Nach Informationen der „Bild“ hat sich der Schlepper „Robin Hood“ so positioniert, dass er die Fahrrinne in Richtung Wismar versperrt. Damit soll verhindert werden, dass Timmy erneut in die Bucht zurücktreibt. Ziel ist es, den Wal in Richtung offene Ostsee zu lenken.

Bewegung – aber keine Befreiung

Am frühen Abend hatte es zunächst so ausgesehen, als würde Timmy sich aus eigener Kraft lösen. Tatsächlich lag er jedoch weiterhin fest. Laut DLRG hatte sich der Wal lediglich ein Stück in Richtung Fahrrinne verlagert, ohne frei zu schwimmen.

Gegen 18.20 Uhr rückten vier Jetskis zu Timmy vor – zwei vom Bergungsteam um Chef‑Taucher Fred Babbel, zwei von der DLRG. Parallel dazu waren erneut Taucher im Wasser, deren genaue Maßnahmen im Livestream nicht erkennbar waren.

Für Aufmerksamkeit sorgte der Einsatz des Schriftstellers und Aktivisten Sergio Bambaren, der von der Initiative als „Wal‑Flüsterer“ bezeichnet wird. Er soll versuchen, beruhigenden Kontakt zu Timmy herzustellen.

Schutzzone verlegt

Da Timmy inzwischen am Ausgang der Bucht von Poel festliegt, hat die Polizei die Schutzzone angepasst. Der Sperrkreis bleibt bei 500 Metern, wurde aber an den neuen Standort verlegt. Schaulustige mussten den Bereich verlassen.

Am Steg von Kirchdorf ist deutlich zu erkennen, wie schnell der Pegel in der Bucht fällt. Die sinkenden Wasserstände verschlechtern die Bedingungen für eine mögliche Selbstbefreiung des Wals.

Offene Frage: weiterer Rettungsversuch?

Nachdem Timmy sich am Montag zunächst selbst befreit hatte, dann aber erneut festschwamm, wollen die Retter wieder zu ihrem ursprünglichen Konzept zurückkehren. Ob ein weiterer Rettungsversuch sinnvoll oder verantwortbar ist, wird kontrovers diskutiert. Fachleute hatten zuletzt mehrfach auf die kritische gesundheitliche Lage des Tieres hingewiesen.

Die Debatte darüber, ob ein erneuter Eingriff helfen oder dem Wal zusätzlichen Stress zufügen würde, dürfte sich in den kommenden Stunden weiter zuspitzen.

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