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5. Prozesstag im Mordfall Fabian: Aussagen und neue Details – Zeugenberichte prägen den Verhandlungstag

Am Landgericht Rostock ist der Prozess gegen Gina H., die mutmaßliche Mörderin des achtjährigen Fabian aus Güstrow, am Donnerstag fortgesetzt worden. Die 30‑Jährige soll den Jungen aus Eifersucht erstochen haben, nachdem ihre Beziehung zu Fabians Vater Matthias R. zerbrochen war. Am heutigen Verhandlungstag standen mehrere Zeugen im Mittelpunkt, darunter Fabians Großmutter, eine Mitarbeiterin des Jugendklubs „Alte Molkerei“ sowie die Polizistin, die an der Vermisstensuche beteiligt war.

Jugendklub-Mitarbeiterin schildert Fabians Alltag

Die Mitarbeiterin des Jugendklubs berichtete, Fabian habe fast täglich an Angeboten teilgenommen und sei ein fröhlicher, höflicher Junge gewesen. Er habe gerne gebacken, gespielt und Ausflüge unternommen. Einmal sei er traurig gewesen, weil er an einem Wochenende nicht zu seinem Vater durfte. Die Zeugin beschrieb ihn als „netten, kleinen, moppeligen Jungen“, der die Zeit im Klub sehr genossen habe.

Polizistin beschreibt Auffindesituation – Mutter verlässt weinend den Saal

Besonders belastend waren die Aussagen der Polizeibeamtin, die am 14. Oktober zum Fundort der Leiche gerufen worden war. Sie schilderte, dass der Kinderkörper stark verbrannt gewesen sei und nur noch grob identifiziert werden konnte. Das Gesicht sei so stark verändert gewesen, dass eine Wiedererkennung anhand eines Fotos unmöglich gewesen wäre.
Die detaillierte Beschreibung war für Fabians Mutter kaum auszuhalten. Weinend verließ sie den Gerichtssaal, begleitet von ihrer Anwältin.

Hinweise auf Brandspuren und Benzinkanister

Die Polizistin berichtete zudem, dass am Fundort Gras verbrannt gewesen sei. Bei Gina H. seien zwei Benzinkanister sichergestellt worden. In einer Feuertonne auf ihrem Grundstück habe sie keine Hinweise auf verbrannte Gegenstände wie Schlüssel oder Messer gefunden, könne aber nicht ausschließen, dass dort zwischen dem 10. und 13. Oktober Feuer gemacht wurde.

Verteidigung versucht, Glaubwürdigkeit anzuzweifeln

Gina H.s Anwalt Thomas Löcker befragte die Polizistin intensiv zu ihren Einschätzungen und ihrer Berufserfahrung. Die Beamtin, seit 25 Jahren im Dienst, wies den Versuch zurück, ihre Arbeit infrage zu stellen. Sie beschrieb Gina H.s Verhalten während der Vermisstensuche als „kontrolliert“ und „gleichbleibend“, ohne erkennbare Gefühlsregungen.

Nachbarin erkennt Pick-up wieder

Eine weitere Zeugin, die gegenüber von Fabians Wohnhaus lebte, sagte aus, sie habe am 10. Oktober – dem Tag von Fabians Verschwinden – den kupferfarbenen Pick‑up von Gina H. in der Schweriner Straße gesehen. Sie sei sich „200 Prozent sicher“. Als ihr später ein Foto des Fahrzeugs gezeigt wurde, habe sie vor Aufregung gezittert. Die Zeugin konnte der Polizei exakt die Parklücke nennen, in der das Auto gestanden habe.

Alibi des Vaters bleibt Thema

Parallel laufen weiterhin Ermittlungen gegen Fabians Vater Matthias R., der sich zuletzt demonstrativ hinter die Angeklagte gestellt hatte. Ihm wird vorgeworfen, möglicherweise falsch ausgesagt zu haben. Sein Alibi spielt im weiteren Verlauf des Prozesstages eine zentrale Rolle.

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