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Angeklagte schweigen wegen gemeinschaftlichen Mordes

Im Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes an einem Mann aus Afghanistan schweigen die zwei Angeklagten zu den Vorwürfen.

Am Landgericht Neubrandenburg begann das Verfahren am Dienstag mit dem Verlesen der Anklage. Anschließend erklärten der 19 Jahre alte Iraner und der 17 Jahre alte Afghane, dass sie sich nicht dazu äußern wollten. Laut Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten am 7. Februar dieses Jahres in Neubrandenburg den 30-Jährigen “wegen einer Ehrverletzung aus niederen Beweggründen getötet”. Ein Zeuge hatte die Männer laut Anklage von dem Opfer heruntergezogen.

Zu Prozessbeginn hatte die Verteidigerin des jüngeren Angeklagten einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit gestellt. Das lehnte die Kammer unter Richterin Daniela Lieschke aber ab.

Anlass für die Gewaltattacke war nach Angaben der Staatsanwaltschaft, dass der 30-Jährige eine Freundin des 19-Jährigen als “Schlampe” beleidigt haben soll. Daraufhin sollen die Männer das Opfer an einem Spazierweg am Oberbach unter anderem mit einem Holzstamm geschlagen haben und anschließend das am Boden liegende Opfer weiter getreten und geschlagen haben. Passanten holten Hilfe.

Die mutmaßlichen Täter flohen, wurden aber gefasst. Das Opfer hatte schwerste Kopfverletzungen und starb trotz schneller medizinischer Hilfe am 18. Februar in einer Klinik.

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